UPDATE vom 19:20 Uhr:
Laut einer Meldung des Cabildo de Gran Canaria ist der Brandausbruch als stabilisiert eingestuft. Auch wenn es gut aussieht, gibt es wohl weiterhin ein hohes Risiko aufgrund der starken Winde in der Zone. Bis zu sechs Hubschrauber sind an den Löscharbeiten beteiligt.
Weiterhin muss niemand evakuiert werden. Es kann jedoch noch zu Unterbrechungen bei der Stromversorgung in den Zonen Cazadores, La Breña, El Moreno, La Solana und anderen kleineren Zonen in dem Gebiet kommen.
Ursprüngliche Meldung:
Telde/Valsequillo – Ein am Donnerstagnachmittag ausgebrochener Waldbrand hält die Rettungskräfte auf Gran Canaria in Atem. Im Gipfelgebiet zwischen den Gemeinden Telde und Valsequillo kämpfen Feuerwehr und Luftunterstützung gegen die Flammen, die durch starke Winde rasend schnell vorangetrieben werden. Bislang gibt es glücklicherweise keine Berichte über evakuierte Anwohner, doch die Behörden rufen die Bevölkerung zu höchster Vorsicht auf.
Ausbruch in der Nähe des Naturschutzgebiets Los Marteles
Der Notruf ging am heutigen Donnerstag um genau 17:08 Uhr beim Notfallkoordinierungszentrum ein. Entdeckt wurde das Feuer auf der Landstraße GC-130 im Bereich Los Pechos, einer höher gelegenen Region von Telde. Das betroffene Areal grenzt unmittelbar an das sensible Naturschutzgebiet Los Marteles. Bereits kurz nach dem Ausbruch war eine dichte Rauchwolke am Himmel zu sehen, die laut dem Inselrat von Gran Canaria (Cabildo de Gran Canaria) von einem Großteil der gesamten Ostküste der Insel aus deutlich erkennbar ist.
Die Einsatzteams haben den eigentlichen Brandherd mittlerweile genauer eingrenzen können. Ursprünglich wurden verschiedene Herde im zentralen Becken vermutet, doch die Flammen konzentrieren sich nach aktuellen Erkenntnissen auf den oberen Hang von Telde, der direkt mit der Nachbargemeinde Valsequillo verbunden ist. Betroffen ist insbesondere der bewaldete Streifen, der das Gebiet Cazadores, die Straße Los Pechos und die Region Las Breñas umfasst.
Sieben Brandherde und der Verdacht auf defekte Stromleitungen
Besonders auffällig ist die Verteilung des Feuers. Der Stadtrat von Telde bestätigte in einer offiziellen Erklärung, dass der Waldbrand nicht an einem zentralen Punkt, sondern an insgesamt sieben verschiedenen Stellen nahezu gleichzeitig ausgebrochen ist. Alle diese Brandherde befinden sich exakt unterhalb der dort verlaufenden Stromleitungen.
Diese Tatsache nährt bei den Anwohnern der umliegenden Gebiete den Verdacht, dass ein technischer Defekt an den Leitungstrassen die Ursache für das Feuer sein könnte. Die zuständigen Behörden haben dies offiziell noch nicht bestätigt. Derzeit liegt der absolute Fokus der Einsatzkräfte auf der schnellen Eindämmung der Flammen, um eine Ausbreitung auf dichtere Waldgebiete zu verhindern. Die formellen Ermittlungen zur genauen Brandursache werden voraussichtlich erst nach Abschluss der Löscharbeiten aufgenommen.
Starke Winde erschweren die Löscharbeiten massiv
Erschwert wird der Einsatz durch die derzeitigen Wetterbedingungen. Wie die spanische Nachrichtenagentur Europa Press und lokale Medien übereinstimmend berichten, gilt für Gran Canaria aktuell eine offizielle Vorwarnung wegen starker Winde. Diese extremen Böen treiben die Flammen unkontrolliert vor sich her und sorgen für eine rasante Ausbreitung des Feuers in dem unwegsamen Gelände. Angesichts dieser kritischen Lage haben die Einsatzleiter umgehend weitere Verstärkung angefordert.
Vor Ort arbeitet ein Großaufgebot an professionellen Helfern. Die Feuerwehr des Notfallkonsortiums aus Telde und Arinaga, die örtliche Polizei von Telde sowie der Notfalldienst von Gran Canaria sind im Dauereinsatz. Unterstützt werden die Bodentruppen durch wichtige Luftressourcen: Der Interventionshubschrauber mit der Kennung „Lima India 32“ fliegt kontinuierlich über das betroffene Gebiet, führt Perimeter-Bewertungen durch und wirft Wasser über den kritischen Punkten ab. Die Bodenbrigaden rücken derweil über die Bergstraßen vor, wobei die Zufahrt über die Straße in Richtung El Ejido derzeit oberste Priorität hat, um das Feuer strategisch vom Boden aus zu bekämpfen.
Straßensperrungen und dringende Sicherheitshinweise an die Bürger
Aufgrund der starken Rauchentwicklung und der unmittelbaren Gefahr durch die Flammen mussten bereits erste Verkehrswege gesperrt werden. Die wichtige Verbindungsstraße zwischen Cazadores und La Cumbre (GC-130) ist derzeit für jeglichen Verkehr komplett unpassierbar.
Obwohl nach aktuellen Informationen der Behörden noch keine Wohngebäude bedroht sind und bislang keine Evakuierungen angeordnet werden mussten, richten die Rettungsdienste einen dringenden Appell an die Öffentlichkeit. Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, folgende Sicherheitsrichtlinien zwingend einzuhalten:
- Einsatzgebiet großräumig meiden: Anwohner und Autofahrer dürfen sich unter keinen Umständen in die Gebiete Cazadores, Los Pechos oder Las Breñas begeben, um das Geschehen zu beobachten. Dies bringt Personen in Gefahr und behindert die Arbeit der Profis.
- Zufahrtswege zwingend freihalten: Die Straßen, die von der Küste in die Gipfelregionen führen (insbesondere die Routen von Telde und El Ejido aus), müssen für die anrückenden Rettungs- und Feuerwehrfahrzeuge komplett passierbar bleiben.
- Offizielle Informationskanäle nutzen: Die Bevölkerung wird aufgefordert, Ruhe zu bewahren und ausschließlich den Verlautbarungen der offiziellen Behörden zu folgen.
Wir halten Sie auf dem Laufenden! – TF
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