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Lidl-Expansion auf Gran Canaria: Grünes Licht für neues Projekt in Mogán

Konkret geht es um einen Stadtort in Arguineguin.

Lesedauer 3 Minuten

Mogán – Der Gemeinderat von Mogán hat einen entscheidenden Schritt für die Weiterentwicklung der lokalen Infrastruktur im Süden von Gran Canaria gemacht. Im Rahmen des städtebaulichen Planungsprozesses wurde ein neues Gewerbeprojekt endgültig freigegeben, das die Expansion der Supermarktkette Lidl in der Gemeinde maßgeblich vorantreibt. Die Kommission für strategische Umweltprüfung von Stadtentwicklungsplänen des Gemeinderats von Mogán stimmte in ihrer Sitzung am 15. Juli 2026 einstimmig für den strategischen Umweltbericht. Diese Änderung der Flächennutzung wurde vom Projektentwickler Lidl Supermarkets SAU beantragt und stellt einen wichtigen Meilenstein für den Handel und das Leben vor Ort dar. Unterzeichnet wurde der entsprechende Beschluss von Sekretär Higinio Suárez und anschließend vom amtierenden Bürgermeister Rayco Guerra offiziell bestätigt.

Neugestaltung der Infrastruktur im Gebiet Loma II

Das Bauvorhaben konzentriert sich speziell auf das Gebiet Loma II in der Ortschaft Arguineguín. Aus technischer Sicht ist diese städtebauliche Entwicklung als umfassendes Erschließungsprojekt konzipiert. Es beinhaltet die gezielte Änderung der rechtlichen Klassifizierung, der Kategorie sowie der zukünftigen Landnutzung des entsprechenden Grundstücks. Konkret bedeutet dies, dass die Fläche von einem touristisch erschlossenen Stadtgebiet in ein unbebautes Wohngebiet umgewandelt werden soll.

Im Zuge dieser groß angelegten Neuordnung ist auch eine detaillierte Neugestaltung des örtlichen Straßennetzes sowie des markanten Zufahrtskreisels am Ortseingang von Arguineguín geplant. Das Hauptziel all dieser baulichen Maßnahmen ist es, die bereits bestehende städtebauliche Verdichtung des Gebietes optimal zu berücksichtigen und den zahlreichen Bewohnern von Arguineguín künftig eine hochmoderne, fußläufig erreichbare Gewerbe- und Dienstleistungsinfrastruktur zu bieten.

Positive Umweltprüfungen ebnen den Weg für Lidl

Dem endgültigen Beschluss ging ein vereinfachtes strategisches Umweltprüfungsverfahren voraus, welches auf Antrag des Gemeinderats bereits Ende März 2026 eingeleitet wurde. Innerhalb von 45 Werktagen konnte der obligatorische Konsultationsprozess mit diversen öffentlichen Verwaltungen und Interessengruppen erfolgreich abgeschlossen werden.

Nach der präzisen Auswertung aller relevanten Fachberichte weist die Akte äußerst positive Bewertungen auf. Ein zentraler Punkt der Berichte ist die Bestätigung, dass das Bauvorhaben keinerlei negative Auswirkungen auf die geschützten Naturschutzgebiete der Region oder das europäische Natura-2000-Netzwerk haben wird. Zusätzlich bestätigten die zuständigen Straßenbauämter des Inselrats von Gran Canaria, dass das Projekt die unter ihrer direkten Zuständigkeit stehenden Straßen nicht beeinträchtigt. Auch das Verteidigungsministerium gab im Rahmen der nationalen Vorschriften zur Umweltverträglichkeitsprüfung einen abschließend positiven Bericht ab.

Strenge Auflagen und Naturschutz im Fokus

Die technische Bewertung der Umweltbehörde untermauert ausdrücklich, dass bei der Umsetzung des Projekts keine signifikanten negativen Umweltauswirkungen zu erwarten sind. Dies liegt primär daran, dass das Vorhaben in einem bereits bestehenden, urbanisierten Sektor realisiert wird und keine unberührten Naturflächen beansprucht. Der Bericht bindet die weitere Entwicklung jedoch an die strikte Einhaltung der im strategischen Umweltdokument dargelegten Korrekturmaßnahmen und sektoralen Auflagen, um einen reibungslosen Bauablauf zu gewährleisten.

Teil einer umfassenden Expansionsstrategie auf den Kanaren

Mit dieser strategischen Zustimmung rückt das von Lidl in Arguineguín vorangetriebene Handelsprojekt der finalen Baugenehmigung in greifbare Nähe. Dies festigt nicht nur die Ausweitung der Lebensmittelnahversorgung in den Wohngebieten der Touristengemeinde Mogán, sondern fügt sich nahtlos in eine umfassendere Expansionsstrategie des Unternehmens auf den Kanarischen Inseln ein.

Erst kürzlich, im Juli 2026, investierte der Discounter rund 6,5 Millionen Euro in die umfassende Modernisierung und Wiedereröffnung seiner Filiale in Agüimes, was die immense Bedeutung des kanarischen Marktes für den Konzern unterstreicht. Mit mittlerweile knapp 40 Supermärkten auf den gesamten Kanaren setzt das Unternehmen weiterhin auf nachhaltiges Wachstum, die Schaffung neuer, lokaler Arbeitsplätze sowie die gezielte Stärkung und den Vertrieb heimischer Agrarprodukte. Für die Einwohner von Mogán und insbesondere Arguineguín bedeutet der neue Standort in Loma II zukünftig nicht nur kürzere Einkaufswege, sondern auch eine erhebliche qualitative Bereicherung des lokalen Einzelhandelsangebots. – TF

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