Infos Gran Canaria | Das Inselportal
GeschehnisseNews

Massenkarambolage auf der GC-1: 8 Verletzte bei schwerem Unfall

Das Unglück ereignete sich gegen 7:50 Uhr am heutigen Morgen.

Lesedauer 3 Minuten

San Bartolomé de Tirajana – Ein schwerer Verkehrsunfall auf der Autobahn GC-1 hat am frühen Freitagmorgen für ein Verkehrschaos im Süden von Gran Canaria gesorgt. Bei einer massiven Kettenreaktion, an der bis zu zehn Fahrzeuge beteiligt waren, wurden acht Personen verletzt. Rettungskräfte waren im Großeinsatz, da zwei Fahrzeuge in Flammen aufgingen und die wichtigste Verkehrsader der Insel zeitweise komplett gesperrt werden musste.

Kettenreaktion nahe Puerto Rico: Mehrere Fahrzeuge involviert

Das Unglück ereignete sich am Freitag, dem 7. August, gegen 07:50 Uhr. Zu dieser Zeit herrscht auf der Autobahn GC-1 reger Berufs- und Pendlerverkehr. Kurz nach dem letzten Tunnel in Fahrtrichtung Puerto Rico, auf Höhe des Kilometersteins 53 im Gemeindegebiet von San Bartolomé de Tirajana, kam es zu der verheerenden Kollision.

Laut ersten Berichten waren zwischen acht und zehn Fahrzeuge in die Massenkarambolage verwickelt, darunter befand sich auch ein Linienbus. Die genaue Unfallursache ist derzeit noch Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen. Fest steht bislang nur, dass der erste Aufprall eine weitreichende Kettenreaktion der nachfolgenden Fahrzeuge auslöste.

Dramatische Rettungsaktion: Fahrer aus brennendem Autowrack befreit

Unmittelbar nach dem Eingang der ersten Notrufe mobilisierte das Notfall- und Sicherheitskoordinierungszentrum der Kanarischen Inseln (CECOES 1-1-2) ein massives Aufgebot an Rettungskräften. Neben der örtlichen Feuerwehr und dem kanarischen Rettungsdienst (SUC) rückten auch die Guardia Civil, der Zivilschutz sowie der Straßeninstandhaltungsdienst zur Unfallstelle aus.

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte bot sich ein dramatisches Bild: Zwei der verunglückten Pkw hatten Feuer gefangen. Die Feuerwehrleute von San Bartolomé de Tirajana mussten umgehend mit den Löscharbeiten beginnen, um ein Übergreifen der Flammen auf die restlichen Fahrzeuge zu verhindern. Besonders kritisch war die Lage für einen 55-jährigen Autofahrer: Er wurde durch die enorme Wucht des Aufpralls in seinem Wagen massiv eingeklemmt. Die Feuerwehr musste schweres hydraulisches Bergungsgerät einsetzen, um den Mann aus dem Wrack zu befreien und ihn an das medizinische Personal zu übergeben.

Übersicht der Verletzten und medizinische Versorgung

Insgesamt mussten acht Personen am Unfallort medizinisch versorgt und anschließend in umliegende Krankenhäuser transportiert werden. Der Rettungsdienst war mit vier Krankenwagen im Einsatz, darunter ein Fahrzeug mit erweiterter Notfallausrüstung (Advanced Life Support).

  • 55-jähriger Mann: Erlitt ein mittelschweres Polytrauma (musste von der Feuerwehr befreit werden) und wurde in das Universitätsklinikum San Roque Maspalomas eingeliefert.
  • 64-jähriger Mann: Diagnose eines mittelschweren Thorax-Traumas sowie Halsschmerzen. Ebenfalls Transport in das San Roque Maspalomas.
  • 75-jährige Frau & 32-jähriger Mann: Beide erlitten ein mittelschweres Polytrauma und wurden im San Roque Maspalomas medizinisch versorgt.
  • 91-jährige Frau: Zog sich ein mittelschweres Trauma der unteren Extremitäten zu. Sie wurde in das Krankenhaus Hospiten Roca gebracht.
  • 39-jähriger Mann & eine weitere Frau (Alter unbekannt): Klagten über mäßige Nackenschmerzen und wurden zur Beobachtung in das San Roque Maspalomas gefahren.
  • 47-jährige Frau: Erlitt ein leichtes Brustkorbtrauma und wurde in das Hospiten Roca eingeliefert.

Verkehrskollaps im Süden: GC-1 voll gesperrt

Die Massenkarambolage hatte weitreichende Auswirkungen auf die Verkehrsinfrastruktur im Süden der Insel. Da die beschädigten Fahrzeuge und Trümmerteile die gesamte Fahrbahn blockierten, musste die Guardia Civil die Autobahn GC-1 in Richtung Süden komplett sperren. Dies führte zu kilometerlangen Staus.

Um den enormen Rückstau hinter dem Tunnel aufzulösen und die Bergung der Wracks zu beschleunigen, leiteten die Einsatzkräfte den Verkehr weiträumig über die Gegenrichtung auf die alte Hauptstraße GC-500 um. Diese Maßnahme führte jedoch auch auf der Ausweichstrecke zu erheblichen Verzögerungen.

Hintergrund: Die GC-1 als verkehrsreichste Nadelöhr der Insel

Hintergrundinformation: Die Autobahn GC-1 ist die zentrale Verkehrsschlagader auf Gran Canaria. Sie verbindet die Hauptstadt Las Palmas im Norden über den internationalen Flughafen mit den stark besuchten Urlaubszentren im Süden (Maspalomas, Playa del Inglés, Puerto Rico). Gerade in den frühen Morgenstunden und am Nachmittag stößt die Strecke regelmäßig an ihre Kapazitätsgrenzen. Da hier hohe Geschwindigkeiten auf ein dichtes Verkehrsaufkommen treffen, mahnen Verkehrsexperten stetig zur Einhaltung ausreichender Sicherheitsabstände.

Die Verkehrspolizei der Guardia Civil hat die Spurensicherung vor Ort abgeschlossen und arbeitet nun an der Erstellung des finalen Unfallberichts, um den genauen Hergang der Massenkarambolage aufzuklären. – TF

Frisches AMAZON TOP-Angebot eingetroffen, nicht verpassen!

Alle News immer sofort auf das Handy? Jetzt unseren Telegram-Kanal abonnieren.
NEU: Folgen Sie Infos-GranCanaria.com direkt bei Google-News!
Jetzt auch unseren WhatsApp-Kanal abonnieren, um immer die neusten News zu erhalten!
Infos-GranCanaria.com ist auch blei BlueSky! HIER folgen!

Ähnliche Beiträge

Boot mit 14 Insassen bei Pozo Izquierdo angekommen

Thomas F. InfosGC

Corona-Ampel Kanaren: La Palma & La Gomera gehen eine Stufe runter! Hier die Regeln

Thomas F. InfosGC

Frau in Puerto Rico durch Treppen-Sturz schwer verletzt

Thomas F. InfosGC