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WM 2026: Das spanische Finanzamt ist der wahre Gewinner

Warum das spanische Finanzamt Millionen kassiert, hier!

Lesedauer 3 Minuten

New York/Ssanien – Spanien steht Kopf. Die Nationalmannschaft hat sich in einem packenden Finale gegen Argentinien die Krone der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 aufgesetzt. Die Straßen sind voller jubelnder Fans, und die Spieler werden als Helden der Nation gefeiert. Doch während die sportliche Welt auf die Goldmedaillen blickt, verbucht ein Akteur abseits des Rasens den wohl lukrativsten Sieg: das spanische Finanzamt. Die nationalen und regionalen Steuerbehörden sind die heimlichen Gewinner dieses Turniers und werden durch den Erfolg der Nationalelf einen Geldregen in Millionenhöhe verzeichnen.

Sechs Millionen Euro Steuereinnahmen durch den WM-Titel

Nach aktuellen Berechnungen der spanischen Gewerkschaft der Steuerinspektoren (Gestha) wird der Triumph über Argentinien rund sechs Millionen Euro in die öffentlichen Kassen spülen. Diese Summe resultiert direkt aus den hoch dotierten Erfolgsprämien, die der spanische Fußballverband (RFEF) an die Weltmeister ausschüttet.

Die Verteilung dieser Steuermillionen zeigt die Besonderheiten des spanischen Steuersystems auf. Von den Gesamteinnahmen fließen etwa 4,4 Millionen Euro direkt an die nationale Steuerbehörde. Der Rest verteilt sich auf die autonomen Regionen mit eigenen Finanzhoheiten: 350.000 Euro gehen an die Staatskasse von Navarra, während die baskischen Provinzen Bizkaia und Guipúzkoa jeweils 300.000 Euro verbuchen können.

Die lukrativen WM-Prämien im Detail

Um die genauen Steuersummen zu ermitteln, legte die Gestha die offiziellen Umrechnungskurse der spanischen Zentralbank zugrunde. Demnach belief sich die Prämie pro Spieler auf einen Referenzbetrag von 865.384,62 US-Dollar, was zum Stichtag am 17. Juli einem Gegenwert von 754.701,92 Euro entsprach.

Von den 26 Spielern im spanischen WM-Kader sind genau 17 in Spanien steuerpflichtig, da sie bei Vereinen der heimischen La Liga unter Vertrag stehen. Allein für diese Gruppe beläuft sich die zu versteuernde Prämiensumme auf stattliche 12,8 Millionen Euro. Hinzu kommen die regulären Vereinsgehälter und Einnahmen aus Bildrechten. Die restlichen neun Akteure, die als sogenannte Legionäre in Großbritannien, Frankreich und Deutschland spielen, versteuern ihre Einkünfte in ihren jeweiligen Residenzländern.

Strenge Regeln: Kein Steuernachlass für die Fußballstars

Ein entscheidender Faktor für die hohen Steuereinnahmen ist die rechtliche Einstufung der WM-Prämien. Die Finanzbehörden betrachten diese Zahlungen des Fußballverbandes als reguläres Arbeitseinkommen im Sinne der Einkommensteuer. Dass zwischen den Nationalspielern und dem Verband kein klassisches Arbeitsverhältnis besteht, spielt steuerrechtlich keine Rolle.

Für die Mehrheit der in Spanien spielenden Profis bedeutet dies, dass sie den vollen Steuersatz entrichten müssen. Eine ansonsten mögliche Reduzierung um 30 Prozent für „unregelmäßige Bonuszahlungen“ greift hier nicht. Die Behörden begründen dies damit, dass die betreffenden Spieler in den vergangenen fünf Jahren bereits ähnliche Einkünfte erzielt und entsprechende Freibeträge höchstwahrscheinlich schon ausgeschöpft haben. Von dieser strengen Auslegung sind Stars wie Pedri, Gavi, Lamine Yamal, Ferran Torres, Dani Olmo, Pau Cubarsí, Eric García, Joan García, Marcos Llorente, Marc Pubill, Álex Baena und Borja Iglesias betroffen.

Ausnahmen im Baskenland und die Legionäre

Eine leichte Abweichung ergibt sich lediglich im baskischen Steuersystem. Dort gilt die Beschränkung, dass der 30-prozentige Nachlass maximal auf einen Betrag von bis zu 300.000 Euro angewendet werden darf. Von dieser regionalen Regelung profitieren Spieler wie Mikel Oyarzabal, Víctor Muñoz, Unai Simón, Aymeric Laporte und Nico Williams.

Für die Nationalspieler, die im Ausland ihr Geld verdienen, greifen vergleichbare Mechanismen. Da die Steuersysteme in Ländern wie dem Vereinigten Königreich, Frankreich und Deutschland in den Spitzensteuersätzen ähnlich streng aufgebaut sind wie in Spanien, werden die WM-Boni von Rodri, David Raya, Martín Zubimendi, Mikel Merino, Marc Cucurella, Pedro Porro, Yeremy Pino, Alejandro Grimaldo und Fabián Ruiz steuerlich nahezu identisch behandelt.

Am Ende des Tages zeigt die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 somit nicht nur die sportliche Dominanz Spaniens, sondern auch die wirtschaftliche Realität des modernen Profisports: Wo Millionen fließen, jubelt der Staat immer mit. – TF

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