Kanarische Regierung prüft Tourismuswebseiten wegen Schattenwirtschaft

Bild Info: Die Baubranche ist nur zu einem kleinen Teil an der Schattenwirtschaft beteiligt. Bild: Screenshot Television Canarias

Kanarische Inseln – Vor kurzem hatten wir über die Schattenwirtschaft auf den Kanarischen Inseln berichtet. Nun hat die Regierung erste Maßnahmen eingeleitet um einen Teil der illegalen Geschäfte aufzudecken. Die Webseiten der Tourismusbranche sollen durchleuchtet werden. Auf diesem Wege möchte man Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung aufdecken. Nachdem die Webseiten überprüft wurden, sollen gemeldete Daten mit veröffentlichten Daten der Webseite überprüft werden.

Ebenfalls werden die Bürger dazu aufgerufen, illegale Machenschaften aufzudecken, dazu wird eine Massenbriefsendung vorbereitet.

Da der Tourismus den wohl größten Teil an der Schattenwirtschaft auf den Kanarischen Inseln besitzt, ist es nur logisch, dass in diesem Sektor die ersten Maßnahmen ergriffen werden. Welche Daten genau überprüft werden, wurde nicht mitgeteilt, man kann jedoch davon ausgehen, dass die Behörden Lizenznummern von Vermittlern abgleichen und bei Beherbergungsbetrieben überprüfen, ob diese überhaupt registriert sind.

Gleichzeitig wurde gefordert, die IGIC für den Tourismussektor zu reduzieren, denn die Betriebe entziehen dem System genau diese Steuer, um das wirtschaftliche Überleben zu sichern.

Auch ist eine Überprüfung der gemeldeten Bettenanzahl geplant, um festzustellen, ob schon hier der Betrug beginnt. – TF

Weitere Artikel zum Thema:
11,7 Mrd. Euro durch Schwarzarbeit, 28% des BIP der Kanaren, vom 23.03.2013

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