All-Inklusive für britische Gäste am Ende? Betrugsmasche führt zu massiven Einschränkungen

Bild Info: Die mobielen Beratungsbüros von den "Piraten" Anwälten werden in Spanien seit einiger Zeit beobachtet. Bild: Screenshot MaspalomasAhora

Kanarische Inseln – Durch die Betrugsmasche der britischen Pauschaltouristen, respektive der Anwälte die diese Vertreten, haben die Hotels der Kanaren nun reagiert. Die Hotelbetriebe beginnen damit die Angebote für All-Inklusive-Urlaub massiv zu reduzieren. Die britischen Anwälte haben eine Gesetzeslücke ausgenutzt um aus der Pauschalreise mit einer erfunden Margen-Darm-Infektion das doppelte wieder heraus zu holen.

Da die meisten der bekannten Fälle das All-Inklusive-Geschäft betreffen gab es nur zwei Möglichkeiten für die Kanarischen Hotels, entweder wird der Preis für All-Inklusive so hoch angesetzt das die möglichen Beschwerden finanziell abgesichert sind oder aber das Angebot wird gestrichen.

Der britische Veranstalter ThomasCook erwartet, dass der Trend weiter anhält und das All-Inklusive-Geschäft massiv beschnitten wird. Das Maximum was man künftig wohl noch buchen kann ist Halbpension. In diesem Segment gibt es derzeit so gut wie keine falschen Behauptungen um Geld aus der Pauschalreise zurückzuverlangen.

Ob diese Reduzierung des Angebotes auch den Deutschen Markt treffen wird ist noch unklar.

Ob dies dann künftig so bleibt muss abgewartet werden, ein gutes hat die Reduzierung des All-Inklusive-Angebots jedoch, der allgemeine Trend für dieses Reisesegment scheint damit gestoppt zu sein, sofern die kanarischen Hotels künftig auch daran festhalten. Auch das wird der lokalen Wirtschaft gut tun. – TF

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