Auffüllen der Dünen mit Sand aus dem Meer verbucht erste Erfolge

Bild Info: Präsident Antonio Morales bei der Besichtigung des Projektes Masdunas. BIld: Screenshot MaspalomasAhora

Maspalomas – Nach anfänglichen Problemen beim Transport des Sandes in die Dünen im Rahmen des Projektes Masdunas kann der erste Erfolg verbucht werden. Zu Beginn waren die Lastwagen einfach zu schwer um den Sand von der Ausgangsposition zu den Dünen zu transportieren, nun hat es geklappt und man hat bereits 5.400 Kubikmeter Sand in die Dünen geliefert. Das Positive daran die Natur hat bereits auf diese Veränderungen reagiert, dort wo der Sand entnommen wurde, hat das Meer weitere 7.000 Kubikmeter Sand in das Loch gespült, welches die Bagger ins Meer gegraben haben.

Man ist zu Beginn davon ausgegangen, dass das Meer diese Löcher wieder auffüllen wird, aber nicht so schnell und nicht mit einer höheren Menge als der Entnommenen. Der zuständige Techniker des Cabildo de Gran Canaria, Miguel Ángel Peña war sichtlich darüber erfreut als er kommentierte „wir haben das Loch zu unseren Gunsten gefüllt bekommen“. Dieser Vorgang sei „eine große Überraschung“, denn man hatte erst bei starken Stürmen und Flut mit dem Auffüllen der Löcher gerechnet.

Insgesamt plant Masdunas den Transport von 60.000 Kubikmeter Sand in den Dünen von Maspalomas. An dem Projekt arbeiten Spezialisten aus Australien, Großbritannien, Mexiko und der EU.

Pro Jahr verlieren die Dünen derzeit rund 40.000 Kubikmeter Sand aus Erosion und wegen Sturm, der meiste Sand geht über die Spitze Bajeta verloren, dort wird er nun wieder aus dem Meer geholt und dem Kreislauf von neuem zugefügt. Dass sich dort nun mehr Sand ablagert, kann natürlich auch dazu führen, dass ggf. die Erosion der Dünen wieder etwas verlangsamt wird. Dies bleibt aber abzuwarten.

Gearbeitet wird nur in der Nacht, um die Touristen nicht zu belästigen. Die kompletten Arbeiten können unter der Webseite www.masdunas.es verfolgt werden. – TF

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