Der Deutsche Markt baut auf den Kanaren weiter ab – Aber fast nur dieser

Bild Info: TuiFly ist eine der Ailines mit Flügen nach Gran Canaria aus Deutschland. Bild: Infos-GranCanaria.com

Kanarische Inseln – Der Tourismus auf den Kanarischen Inseln hat ein deutsches Problem, denn der Zusammenbruch des deutschen Marktes ist problematisch, aber auch nur in Teilen, es ist letztendlich nahezu der einzige Markt, in dem es so signifikante Einbrüche gibt. Alles begann mit dem Niedergang von AirBerlin und anschließend der Germania. Für den kommenden Winter rechnen Experten mit 280.000 Sitzplätzen weniger, die zur Verfügung stehen werden um von Deutschland aus auf die Inseln zu fliegen. Das bedeutet 17% Verlust bei den Flugkapazitäten verglichen mit dem letzten Winter. Es ist bezeichnend, dass bei Berücksichtigung alles Flugkapazitäten die verloren gehen dieser Anteil sage und schreibe 95% ausmacht.

Die Angst vor einer Rezession in Deutschland führt auch dazu, das Reiseveranstalter weniger einkaufen um damit das Angebot zu „verteuern“. Die vergangenen Monate belegen diesen Zusammenbruch im deutschen Markt für die Kanaren, denn die Reiseziele Ägypten und Türkei sind in Deutschland seit Monaten wieder hoch im Kurs. Die Angst vor der wirtschaftlichen Lage in Deutschland verstärkt den Rückgang im Tourismus, was vollkommen logisch ist.

Gran Canaria wird von der Kürzungen Flugsektor am stärksten getroffen, etwa 115.000 Sitzplätze fehlen im Winterflugplan für die Inseln von Deutschland aus, das sind 21% weniger als im letzten Winter. Teneriffa verliert 93.000 Sitzplätze (-19%), Lanzarote büßt 44.000 Sitzplätze ein (-20,9%) und Fuerteventura hat einen Verlust von 15.000 Sitzplätzen zu verkraften (-4,6%).

Teneriffa kommt am besten weg, die Abhängigkeit vom deutschen Markt ist am geringsten. Insgesamt hat die Nachbarinsel 2,3 Millionen Sitzplätze im Winterflugplan für internationale Flüge im Buch stehen (-21.000), das ist lediglich ein Abfall von 0,9%, der britische Markt gleicht dort viel aus, denn ein Zugewinn von 55.000 Sitzen ist nicht zu verachten.

Gran Canaria hingegen verliert im ganzen Winter 116.000 Sitzplätze verglichen mit dem Vorjahr, insgesamt sind 1,51 Millionen Flugplätze aus internationalen Flügen verfügbar.

Was kann man aus den Zahlen deuten? – Unsere Meinung:
Zum einen werden Reisen nach Gran Canaria oder auf die Kanaren im allgemeinen wohl teurer werden. Denn mangelnde Kapazitäten bei den Flugverbindungen führen automatisch zu steigenden Preisen. Der Tourismus im Allgemeinen läuft auf den Kanarischen Inseln noch stabil, dies bestätigte uns auch der Veranstalter SchauInsLand auf Nachfrage, man spricht dort von „normalen Zahlen“. Also alles im grünen Bereich. Letztendlich ist es ja auch fast ausschließlich der deutsche Markt, der Probleme macht, aber wohl auch nur wegen der „eigenen Probleme“ auf dem Markt selbst. Der Winter wird zeigen wie die definitiven zahlen dann aussehen werden. Wir haben auch von SchauInsLand erfahren, das große Hotels und gut geführte Anlagen immer nahezu ausgebucht sind, die gründe dafür sind unterschiedlicher Natur. Lediglich „Bruchbuden“ kommen auf keinen grünen Zweig mehr. Selbst schuld, der Tourist kann für sein Geld auch etwas erwarten. – TF

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