Hass auf Schwule & Lesben bringt IS-Anhänger in Las Palmas hinter Gitter – Terrorgefahr war hoch

Bild Info: Die nationale Polizei verhaftete den IS-Anhänger aufgrund seiner "Attacken" gegenüber der LGBTI-Gesellschaft in Las Palmas. Bild: Infos-GranCanaria.com

Las Palmas – Laut einem Bericht der nationalen Polizei wurde in Las Palmas de Gran Canaria ein Dschihadist festgenommen der eine besondere Abneigung gegenüber der LGBTIQ-Gesellschaft hat. Der Mann, welcher spanischer Staatsbürger ist, soll 35 Jahre alt sein und Verbindungen zum Terrornetzwerk islamischer Staat aufweisen. Die Ermittlungen der Polizei begannen, nachdem der Mann mehrere Drohungen gegen den LGBTI-Verband ausgesprochen hatte, er wurde dann auch dabei beobachtet wie er die Zentrale des Verbandes mehrfach fotografierte, er brachte online auch immer wieder seine Abneigung gegenüber der Schwulen und Lesben Szene zu Ausdruck.

Laut weiteren Angeben der Polizei wurde in den vergangenen Wochen ein massiver Anstieg der Aktivitäten im Netz festgestellt, die Radikalisierung sei bei dem Mann schnell fortgeschritten. Das Gericht Nummer 6 in Las Palmas ordnete Sicherungshaft an. Man musste davon ausgehen, dass er ggf. terroristische Aktivitäten durchführen wollte. Denn im Netz lobte er stets die Terroranschläge vom 11. September in den USA oder von August 2017 in Barcelona sowie die schweren Anschläge in Madrid am 11. März 2014.

Es wurden Chatprotokolle sichergestellt, die nachweisen, dass er auch andere Dschihadisten im Netz aufmunterte und lobte. Dabei wurde auch festgestellt, dass er zu anderen konvertierten Dschihadisten, die im Jahr 2018 in Kolumbien und Argentinien festgenommen wurden, weiterhin Kontakt pflegte.

Der verhaftete gab zu Protokoll, dass er nach den Anschlägen von Madrid (11. März 2014) zum Islam konvertiert sei, er habe jedoch sein „westliches Aussehen“ beibehalten um gegenüber den Sicherheitskräften nicht aufzufallen.

Bei der Hausdurchsuchung konnte die Polizei große Mengen an Material über den Terrorismus des IS sicherstellen. Darunter Videos die auch Hinrichtungen beinhalteten und anderes verstörendes grafisches Material. Er muss sich nun vor Gericht wegen der Zugehörigkeit zu einer Terrorgruppierung verantworten. – TF

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