Klimawandel: Mehr Hitzewellen, starke Regenfälle im Sommer und mehr Krankheiten erwartet (tropische Inseln?)

Bild Info: Durch starke Regenfälle im Sommer könnten Bilder, die man nur aus dem Winter kennt auch im Sommer präsent werden. Bild: Screenshot Canarias7

Kanarische Inseln – Die Veränderungen durch den Klimawandel auf den Kanarischen Inseln sind deutlich zu spüren, nun haben Experten davor gewarnt, dass die Inseln auf das, was da noch kommt, nicht vorbereitet sind. Einer der Experten ist der Ökologie-Professor Javier Arístegui, er ist Mitglied des Lehrstuhls für die Risikoreduzierung von Naturkatastrophen des ULL (Universität La Laguna). Er präsentierte nun die Daten aus einer Studie. Im vergangenen Jahr haben die Experten eine Studie durchgeführt, die sich mit dem Ausmaß des Klimawandels auf den Kanarischen Inseln beschäftigte.

Kurz zusammengefasst erwarten die Experten mehr Hitzewellen, dadurch bedingt mehr Brände aber auch Regenfälle im Sommer und dadurch bedingt mehr Krankheiten. Also ein Mix des Wetters auf den Kanarischen Inseln, die Experten sprechen hier von einer „Wandlung in eine tropische Region“, „das geschieht sogar bereits“, so die Experten.

Für die Studie haben die Experten klimatische Schwankungen analysiert und daraufhin eine Prognose für die Zukunft erstellt. Der Temperaturanstieg sei am auffälligsten so die Wissenschaftler. Man rechnet damit das die Temperaturen im Schnitt um 1,5°C steigen werden, dies wurde auch im vergangenen Oktober von den vereinten Nationen so ermittelt, die gingen sogar von 2°C aus.

Das Wetter wird im Sommer wohl mehr Regen bringen, teilweise intensive Regenfälle, dafür werden die Wintermonate weniger Regen enthalten, so glauben zumindest die Wissenschaftler. Je nach Intensität der Regenfälle im Sommer wäre dich ja bestimmt nicht so schlimm, denn etwas mehr Wasser auf das Jahr verteilt wäre für die Inseln eigentlich auch gesünder. Aber die Wissenschaftler glauben, dass es im Winter deutlich trockener werden wird.

Der Anstieg des Meeresspiegels stellt auch für die Kanarischen Inseln ein Risiko dar, denn die Wellenaktivität wird dadurch intensiver und das Wasser kann weiter in die Landmasse eindringen, dies hat dann auch direkte Auswirkungen auf den Tourismus, denn Strände könnten verschwinden.

Was das Thema Krankheiten betrifft glauben die Wissenschaftler, dass insbesondere Atemwegserkrankungen zunehmen werden, aber auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Allergien sollen mehr auftreten.

Das Bild, welches die Wissenschaftler zeichnen, ich nicht gerade rosig, denn all dies hat teilweise schwere Folgen auf die Wirtschaft der Kanarischen Inseln. Die Inseln haben nur begrenzte Ressourcen und sind von außen abhängig, dies könnte einen stärkeren sozialen Bruch zur Folge haben und das BIP wird sinken, das wiederum führt zu einer höheren zahl von Arbeitslosen, etwas, dass die Kanaren gar nicht brauchen können. – TF

Weitere Artikel zum Thema:
Klimawandel besorgt Canarios am meisten – Höchste Aufklärungsquote in Spanien, vom 05.01.2019
Der Juni 2018 war auf den Kanaren kühler und feuchter als üblich, vom 06.07.2018
Die Dünen von Maspalomas sind in den letzten 50 Jahren um 24% geschrumpft, vom 10.06.2016
Las Canteras 2040: Kaum noch ein Strand da?, vom 23.08.2015

Ähnliche Beiträge