Mordfall Luis Fernandez: Staatsanwalt fordert 21 Jahre Haft – Streit um Lohn für Sexdienst der Grund des Mordes

Bild Info: Luis Fernandez (rechts) und der damals 20 Jahre alte Brasilianer Flavio J. Da Silva (links) auf Inseltour. Bild: Soziale Medien von Luis Fernandez

Las Palmas – Im Mordfall Luis Fernandez aus dem Jahr 2016 wir bald das Urteil erwartet, dem jetzt 22 Jahre alten Brasilianer Flavio J. Da Silva wird der Mord an dem Geschäftsmann aus San Fernando vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft fordert 21 Jahre Haft für den jungen Brasilianer. Es ist wohl erwiesen, dass der junge Mann den Geschäftsmann mit einem Schlag auf den Kopf niederstreckte und diesen dann mit 50 Stichen und Schnitten tötete.

Die damaligen Spekulationen über eine schwule Liebesbeziehungen konnten während des ersten Tages des Gerichtsverfahrens auch komplett widerlegt werden. Allerdings wurde nachgewiesen, dass Luis Fernandez den jungen Brasilianer tatsächlich in Madrid „aufgegabelt“ hat um eine sexuelle Beziehung mit Ihm zu führen, dafür zahlte er den Flug nach Gran Canaria, die Unterkunft und einen Lohn von 2.000 Euro an Flavio J. Da Silva. Bei der Ankunft auf Gran Canaria gerieten die beiden Männer in Streit, daraufhin geschah der Mord. Neben der Haftstrafe fordert die Staatsanwaltschaft auch die Zahlung von je 15.400 Euro Schadenersatz an die zwei Brüder des Opfers.

Die Staatsanwaltschaft führte im Eingangsplädoyer aus, dass diese Fakten nachgewiesen sind, ebenso wie die Tatsache, dass für den 1. Oktober 2016 ein Rückflugticket nach Madrid vom Opfer gekauft wurde, um den jungen Brasilianer nach der sexuellen Kurzbeziehung wieder nach Hause reisen zu lassen. Am 10. September bereisten die beiden Männer dann die Insel und es entstanden einige Fotos, die Luis Fernandez dann auch in sozialen Medien teilte, daraus ergaben sich die Spekulationen der Liebesbeziehung. Zwischen 19 und 22 Uhr sollen diese Fotos gepostet worden sein. Danach geriet den männliche „Kurzpaar“ in einen Streit um den zu zahlenden Betrag.

Nach dem Streit ergriff der Täter eine Bronzefigur in Form eines Buddhas, er versteckte sich hinter einer Tür und schlug in dem Moment zu, als Luis Fernandez den Raum betrat. Der Angeklagte nutze dann den Faktor aus, das das Opfer benommen war, stellte sich hinter ihn und schlug immer wieder mit der Figur zu. Als das Opfer zu Boden gefallen war, nahm er Scheren, die im Lagerraum zu finden waren und stach immer wieder zu. Das Urteil wird für die nächsten Tage erwartet. – TF

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