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Studie der ETC – Harter Brexit würde Spanien rund 7% an Touristen kosten
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Studie der ETC – Harter Brexit würde Spanien rund 7% an Touristen kosten

Spanien – Der Brexit steht kurz vor der Umsetzung, nun hat die europäische Reisekommission (ETC) eine Studie veröffentlicht die nahelegt, dass bei einem „harten Brexit“ der Tourismussektor in Spanien besonders schwer getroffen werden würde. Demnach würde das Jahr 2020 einen Verlust von 7% der Touristen im ganzen Land verursachen. Durch den kürzlichen Bankrott des Reiseveranstalters rechnet die Kommission für das Jahr 2021 dann sogar mit einem weiteren Rückgang von 8% allein auf dem britischen Markt, dies entspräche in ganz Spanien etwa 1,3 Millionen Touristen.

Die stärksten Einbräuche würden laut ETC die Balearischen Inseln sowie die Kanarischen Inseln erleiden. Die bisherigen, seit 2011, „gemiedenen“ Urlaubsregionen Türkei, Ägypten, Griechenland, Tunesien und Marokko erstarken weiter, was in der Studie berücksichtigt ist. Besonders die Türkei scheint laut ETC einen extremen Aufschwung zu erlangen, alleine in diesem Jahr gab es einen Zuwachs von 15% verglichen mit dem Vorjahr, die Kapazitäten sind enorm, war das Land ja bisher eine große Tourismusdestination, die durch die Repressalien im Land einbrach. Das Land hat zudem das größte All-Inklusive-Angebot von allen touristischen Zielen und ist damit der aktuell größte Konkurrent für Spanien.

Spanien hat, im nun endenden Jahr, den starken Wachstum im Tourismussektor nicht weiter fortführen können. Laut ETC ist zwar noch Wachstum vorhanden, aber nicht mehr wie bisher. Mit immerhin 1,3% liegt Spanien nur noch auf Platz 26 beim Wachstum im Tourismus.

Montenegro (+18,1%), Türkei (+14,7%) und Luxemburg (+10,1%) liegen auf den ersten drei Plätzen.

Allerdings bietet die Studie des ETC auch eine Lösung für Spanien, neue Märkte, und zwar Langstrecke. Eine Verdopplung der Langstreckengäste könnten die jährlichen Einnahmen im Tourismus von Spanien um etwa 20 Milliarden Euro steigern. Dazu wäre nicht einmal der Ausbau der Kapazitäten notwendig. Ob die Tourismusexperten das umsetzten können, bleibt jedoch abzuwarten. – CK

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