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Ausnahmezustand in Arguineguín: Riesiger Sicherheitsapparat für den Papstbesuch vorbereitet

Alle Kontrollpunkte, Sperrungen und Infos hier!

Lesedauer 4 Minuten

Mogán – Der bevorstehende Besuch von Papst Leo XIV. am 11. Juni im Hafen von Arguineguín stellt die Gemeinde Mogán vor eine logistische Herkulesaufgabe. Als eine „beispiellose Operation“ bezeichnete Marcos Domínguez, der Leiter der örtlichen Polizei, die umfassenden Sicherheitsmaßnahmen. Um den reibungslosen Ablauf dieses historischen Ereignisses in der dicht besiedelten Küstenstadt zu garantieren, wurde ein strenger Sicherheits- und Verkehrsplan ausgearbeitet. Bürgermeisterin Onalia Bueno präsentierte gemeinsam mit Domínguez die exakten Details, die das öffentliche Leben an diesem Tag maßgeblich beeinflussen werden.

Insgesamt werden rund 350 Sicherheitskräfte im Einsatz sein, um die Veranstaltung abzusichern. Zudem werden sechs zentrale Straßen komplett für den normalen Verkehr gesperrt und drei strategische Kontrollpunkte an den Ortseingängen eingerichtet. Damit die Bevölkerung und die erwarteten Besucher sich am Einsatztag zurechtfinden, hat die Gemeindeverwaltung eine farblich markierte Luftaufnahme von Arguineguín veröffentlicht, die als praktischer Wegweiser dient.

Die drei Kontrollpunkte an der GC-1: Das müssen Autofahrer wissen

Die Zufahrt nach Arguineguín wird am Donnerstag, dem 11. Juni, bereits ab früh morgens um 7:00 Uhr – oder je nach Lage beziehungsweise Verkehrsaufkommen auch früher – streng reguliert. Drei feste Kontrollpunkte werden an den strategischen Einfahrten von der Autobahn GC-1 aus positioniert. Der erste Kontrollpunkt befindet sich bei Kilometer 52 direkt an der Ausfahrt zum Autobahnkreuz Arguineguín. Eine weitere Kontrollstation wird unterhalb der Autobahnbrücke eingerichtet, während der dritte Kontrollpunkt an der Kreuzung zur Straße nach El Pajar aufgebaut wird.

Für Pendler und Besucher gibt es jedoch ein wichtiges Zeitfenster: Bis exakt 9:30 Uhr morgens dürfen sowohl Personen mit einer speziellen Akkreditierung als auch nicht akkreditierte Fahrzeuge diese Kontrollpunkte passieren. Nach 9:30 Uhr wird die Zufahrt rigoros beschränkt – ab diesem Zeitpunkt erhalten nur noch autorisierte und akkreditierte Personen mit ihren Fahrzeugen freien Zugang zur Stadt.

Sperrungen Arguineguin Papstbesuch
Sperrungen Arguineguin Papstbesuch – Klicken zum Vergrößern!

Rote und orange Zonen: Parkverbote und Schließungen ab dem Vortag

Besonders drastisch sind die Maßnahmen in den sogenannten roten Zonen. Hierbei handelt es sich um die offiziellen Routen, die der Autokorso von Papst Leo XIV. bei seiner Ankunft in Arguineguín befahren wird. Um jegliche Sicherheitsrisiken auszuschließen, gilt in diesen Straßen ein absolutes Parkverbot. Bereits ab dem Vortag, dem 10. Juni um 8:00 Uhr morgens, müssen alle parkenden Autos von diesen Straßen entfernt werden, andernfalls droht das Abschleppen.

Diese strikte Maßnahme betrifft auch die große Esplanade der Plaza Negra. Dieser Bereich wird komplett für die Busse reserviert, die die geladenen Gäste zum Hafen transportieren. Im Hafen selbst wird der Papst eine rund einstündige, hochemotionale Begegnung mit etwa 2.000 Menschen abhalten. Unter den Gästen befinden sich Migranten sowie die Einsatzkräfte der Rettungsdienste, die tagtäglich bei der Erstversorgung im Hafen helfen. Auch für die lokale Gastronomie hat der Tag Konsequenzen: Die Terrassen der Restaurants, die an den gesperrten Straßen liegen, müssen an diesem Tag komplett geschlossen bleiben.

Ergänzend dazu wurden orangefarbene Zonen definiert, die vor allem den historischen Kern des Fischerdorfes betreffen. In der Altstadt von Arguineguín wird der Autoverkehr am 11. Juni ab 9:30 Uhr ebenfalls vollständig untersagt.

Grüne Zonen und Einschränkungen für Fußgänger

Es gibt jedoch auch Entwarnung für weite Teile der Stadt. Alle grün markierten Bereiche bleiben für den Verkehr und die Anwohner jederzeit uneingeschränkt geöffnet. Die Absperrung in Richtung Westen erfolgt direkt am bekannten Walkreisel. Der komplette obere Teil der Arguineguín-Straße sowie die Seitenbereiche der Damasco-Straße – einschließlich der Straße, in der sich das örtliche Gymnasium befindet – sind normal befahrbar. Auch das Parken ist dort erlaubt, und die große Tiefgarage des Viertels steht wie gewohnt zur Verfügung.

Bürgermeisterin Onalia Bueno betonte, dass die Bewohner im unteren, hafennahen Teil der Stadt ihrem Alltag weitgehend normal nachgehen und die Straßen zu Fuß nutzen können. Es gibt jedoch eine strikte Ausnahme: Die Avenida Carpinteros de Ribera wird aus Sicherheitsgründen so streng abgeriegelt, dass sie nicht einmal von Fußgängern betreten werden darf.

Massives Polizeiaufgebot und Großbildleinwände fürs Public Viewing

Um diese logistische Meisterleistung zu bewältigen, mobilisiert die Gemeinde Mogán sämtliche Kräfte. Alle 50 Beamten der örtlichen Polizei befinden sich im Dienst – das entspricht der gesamten Belegschaft. Unterstützung erhalten sie von rund 50 Beamten der kanarischen Regionalpolizei (Policía Canaria) und weit mehr als 200 Einsatzkräften der Guardia Civil.

Da der Papst in einem geschlossenen Sicherheitsfahrzeug und nicht im traditionellen, offenen Papamobil anreisen wird, müssen Zuschauer an den Straßenrändern verharren. Um die Sicherheit zu gewährleisten, müssen gigantische 3.000 Absperrgitter aufgestellt werden. Da die Gemeinde nicht über diese Menge verfügte, mussten zusätzliche Gitter gemietet oder von benachbarten Gemeinden der Insel geliehen werden.

Für alle Bürger und Besucher, die keinen direkten Zugang zum Hafen haben, installiert der Stadtrat drei riesige Großbildleinwände zur Live-Übertragung: Eine Leinwand wird auf der Plaza de Las Marañuelas aufgebaut. Die beiden anderen Leinwände befinden sich in der belebten Fußgängerzone der Calle Miguel Marrero – eine an der Kreuzung zur Avenida Carpinteros de Ribera und die andere an der Ecke zur Calle Graciliano Afonso. – TF

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