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Cueva Pintada nur zu 2% erforscht – Lager bald für Besucher offen?
Bild Info: Das Lager der Cueva Pibtada - BILD: Cabildo de Gran Canaria

Cueva Pintada nur zu 2% erforscht – Lager bald für Besucher offen?

Gáldar – Die Cueva Pintada in Gáldar gehört zu den wichtigsten archäologischen Orten auf den Kanarischen Inseln. Das gesamte Areal umfasst etwa eine Fläche von 6.000 Quadratmetern und der Kurator des Zentrums, José Ignacio Sáenz Sagasti sagte nun in einem Interview mit Canarias7, dass seit dem Beginn der Ausgrabungen 1987 nur etwa 2 % der sogenannten „Akropolis von Agáldar“ erforscht wurden. Das Museum kann schon sehr lange besucht werden und das macht es so einzigartig, es finden immer noch Ausgrabungen statt und noch immer werden Untersuchungen durchgeführt. Beispielsweise wird altes Saatgut, Münzen oder Werkzeuge untersucht.

Wissenschaftler und Studenten der Universität Las Palmas untersuchen in spezifischen Gruppen immer wieder Fundstücke, die Sammlung dieser ist enorm groß. Für die Besucher stehen derzeit nur etwa 1 % von allem zur Verfügung, was bisher entdeckt und ausgegraben wurde. Dieser Reichtum ist aber auch jetzt schon beeindruckend. Man will aber auch damit sicherstellen, dass ein Besucher nicht mit der Menge an Informationen überfordert sein könnte. Daher gibt es immer nur eine Auswahl an Keramik und Gemälden, die bestaunt werden kann.

Alle Schätze des Museums, die der Besucher nicht zu sehen bekommt, befinden sich im Keller des Museums. Dieser Keller ist fast so groß wie das gesamte Stockwerk des Museums selbst. Da das öffentliche Interesse an der Cueva Pintada in den letzten Jahren so stark gestiegen ist, wird derzeit darüber nachgedacht den Lagerkeller ebenfalls mit in die Besichtigung einzubeziehen. Ob dies aber tatsächlich passieren wird, das steht noch nicht fest.

Es gibt auch Materialien, die nicht so einfach gelagert werden können. Beispielsweise Werkzeuge oder Münzen. Diese sind aus Metallen von geringer Qualität hergestellt und drohen bei falscher Behandlung zerstört zu werden. Es gibt sogar ein Stück Leinenstoff, welches auf das 16. bis 17. Jahrhundert datiert wurde. Auch das ist schwer zu konservieren. – TF

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