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Sanchez: Alarmzustand muss verlängert werden, sonst gibt es keinen Plan B

Spanien – In seiner heutigen TV-Ansprache hat Pedro Sanchez erklärt, dass er im Parlament die Verlängerung des Alarmstatus für Spanien beantragen wird. Die Opposition sieht dies kritisch und es könnte zu einer Ablehnung kommen, so die Befürchtungen. Er sagte „Mit aller Vorsicht können wir bestätigen, dass alle gesetzten Ziele erfüllt werden, mit aller Vorsicht kann ich versichern, dass die Pandemie so unter Kontrolle ist“. Erstmals, dass Sanchez dies so im TV sagt.

Er mahnte auch zur Eigenverantwortung, denn mit den neuen Lockerungen die heute in Kraft getreten sind, welche er als „wichtige Erleichterungen“ bezeichnet, kommt jetzt eine Phase, in der die „Eigenverantwortung wichtiger ist, denn je. Der Schlüssel zum Erfolg werden die zehntausenden Entscheidungen sein, die jeder persönlich trifft“.

Er stellte auch klar, dass die Verwendung von Masken im öffentlichen Personen-Verkehr ab Montag in ganz Spanien verpflichtend ist, daher haben wir unsere Phase 0 Informationen für Gran Canaria dementsprechend angepasst.

„Wer behauptet, dass er weiß, wie man die Ausbreitung des Virus kontrolliert, lügt. Wir wussten, dass die absolute Beschränkung nicht ewig dauern kann und wir haben die härtesten Maßnahmen im gesamten Westen ergriffen. Entscheidungen, die niemand treffen musste, und das alles mit dem Ziel, Leben zu retten“, sagte Sanchez in Richtung Opposition.

Der „Alarmzustand hat funktioniert, wie die Anzahl der Infektionen und Todesfälle zeigt. Es darf jedoch nicht vergessen werden, dass der Virus nicht verschwunden ist. Eine einzelne infizierte Person hat weltweit in nur hundert Tagen alle anderen Menschen in Schach gehalten. Und deshalb dürfen wir unsere Wachsamkeit nicht aufgeben. Das Virus verbiegt sich nicht und verschwindet nicht durch Beleidigungen oder Spaltungen“.

Sanchez kündigte zudem an, einen Betrag in Höhe von 16 Milliarden Euro an die autonomen Regionen verteilen zu wollen. Geld das, so versicherte er, „nicht zurückgezahlt werden muss“. Es soll „gerecht“ verteilt werden. Er sagte, dass drei Säulen für den Wiederaufbau wichtig sind, zum einen der europäische Beitrag, den Spanien nicht aufgeben wird, die Unterstützung der Geschäftsleute und Selbstständigen sowie die Einheit aller. „Wir werden das Ziel erreichen, wenn wir alle in die gleiche Richtung rudern“.

Gibt es einen Plan B?

Die Presse fragte nach er Ansprache, ob er einen Plan B habe, sollte der Alarmzustand nicht verlängert werden. Er versicherte „es gibt KEINEN Plan B“. Er stellte daraufhin die Gegenfragen, „was wird dann mit dem ERTE passieren? Was passiert mit allen freigegebenen Maßnahmen zur Rettung der Wirtschaft?“ Er denkt, „es ist wichtig zu wissen, was diese Art von Entscheidung bedeuten würde. Ich möchte nicht mit einer Regierung oder Partei streiten“.

Etwas, wo man klar sagen muss, das wären Mittel und Maßnahmen, die von heute auf Morgen alle verloren wären, da alle diese Dinge im Alarmzustand vom 14. März 2020 verankert sind. Etwas das die Opposition auch bedenken muss. Wenn man dem Land helfen will ist es sinnvoll mit der Regierung zusammenzuarbeiten, sonst würde man wohl alle noch weiter in den Abgrund stoßen. – TF

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