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Der Mosambik-Buntbarsch hat alle anderen Fische im Charco Maspalomas ausgerottet
Bild Info: Fangmethode Käfige - BILD: MASDUNAS

Der Mosambik-Buntbarsch hat alle anderen Fische im Charco Maspalomas ausgerottet

Maspalomas – Im Jahr 2017 wurde im Charco de Maspalomas, der Brackwasser-Lagune an den Dünen, der Mosambik-Buntbarsch erstmals nachgewiesen, heute, nur 5 Jahre später, hat diese Fischart alle anderen Fische in der Lagune ausgerottet. Man hatte versucht, diese invasive Art aus dem Charco zu entfernen, leider ohne Erfolg. Der Mosambik-Buntbarsch hat eine hohe Aggressivität gegenüber anderen Fischen, die er als Beute ansieht und frisst.

Man hat mit diversen Fangmethoden versucht diese Fischart aus dem Charco zu entfernen, teilweise dachte man sogar, dass man es geschafft hat, aber dieser Fisch ist besonders Überlebensfähig. Auch wenn er ein Süßwasserfisch ist, so hat er hohe Toleranzen gegenüber einem höheren Salzgehalt im Wasser, so konnte er im Charco de Maspalomas überleben und sich doch immer weiter ausbreiten.

Der Mosambik-Buntbarsch gilt als Allesfresser, wird aber auch kannibalisch, sobald die andere Nahrung ausgeht. Er hat Fischarten wie Aal, Abe, Palometa, Brachsen und Co. einfach komplett vertilgt.

Auch wenn der Charco mit dem Meer verbunden wurde, konnte man beobachten, dass der Mosambik-Buntbarsch gegen den steigenden Salzgehalt resistent war. Nachdem die Verbindung wieder gekappt wurde, stiegen sogar die Populationszahlen an.

Alleine in diesem Jahr hat man im Rahmen des MASDUNAS-Projektes 76.918 Exemplare dieser Art aus dem Charco gefischt, dies entspricht einem Gesamtgewicht von 1.285 Kilo. Dies alles passierte lediglich an 39 Tagen, an denen gefischt wurde. Im vergangenen Jahr hat man 135.289 Exemplare aus dem Charco gefischt, was einem Gesamtgewicht von 2.650 Kilo entsprach.

Weitere Gefahren denkbar

Da diese invasive Art 2017 auch in den Stauseen Vicentito, Lomo Perera, La Gambuesa und Ayagaures entdeckt wurde, fragt sich das Umweltministerium von Gran Canaria nun, ob diese Art dort auch noch zu finden ist. Eine entsprechende Untersuchung soll Klarheit bringen. Denn, solange diese Fischart noch irgendwo auf der Insel zu finden ist, besteht grundsätzlich die Gefahr, dass diese auch wieder in den Charco gelangen kann. Erst wenn dies ausgeschlossen ist, ist eine Neubesiedelung des Charco Maspalomas mit den eigentlich heimischen Fischarten wieder möglich. – TF

Weitere Artikel zum Thema:
Invasive Art: 700KG Mosambik-Buntbarsch aus dem Charco Maspalomas gefischt, vom 17.04.2019

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