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„Wassersouveränität“ von Gran Canaria wird mit 100 MIO € sichergestellt

Investitionen für die kommenden 10 Jahre vorgestellt.

Lesedauer 2 Minuten

Gran Canaria – Am gestrigen Montag hat der Präsident von Gran Canaria, Antonio Morales, über die Pläne zur „Wassersouveränität von Gran Canaria“ gesprochen. Im Kern geht es darum, der weltweiten Dürre entgegenzuwirken, diese Dürre erreicht auch die Kanaren immer stärker. Laut Morales ist dies aber kaum noch ein Thema für Gran Canaria, da „die Wasserknappheit unter Kontrolle ist, im Wesentlichen dank der industriellen Herstellung des flüssigen Elements“.

Der Plan des Cabildo enthält Ansätze zur Steigerung der Produktion von entsalztem Meerwasser und auch gereinigtem Wasser, Vereinbarungen mit Landgütern, Bewässerungsgemeinschaften und Großverbrauchern. All dies soll dazu beitragen, dass das Quellwasser aus den Bergregionen nicht mehr an die Küste transportiert werden muss. Damit dies gelingt, muss natürlich auch das Versorgungsnetz entsprechen umgebaut werden, geschätzt will das Cabildo rund 100 Millionen Euro binnen 10 Jahren für diese „Wassersouveränität“ ausgeben.

Morales wies auch darauf hin, dass die Wasserknappheit lediglich im Süden und Südwesten ein Problem darstellt, dort können die aktuellen Wassermengen in den Stauseen garantieren, dass binnen eines Jahres keine Rationierung erfolgen muss. Der Plan wurde auch entwickelt, weil in den Jahren 2015 bis 2020 nur noch 75 % der normalen Regenmenge gefallen war, in drei der genannten Jahre sogar nur noch 50 % der üblichen Menge.

Die Umstellung der Versorgung soll im Allgemeinen dazu beitragen, dass die Landwirtschaft und die Menschen in den Bergregionen nicht darum fürchten müssen, dass aufgrund des Bedarfs im Flachland kein Wasser mehr bereitstehen könnte. Dazu beitragen wird auch das Pumpspeicherkraftwerk „Salto de Chira“, dessen jährlicher Wasserüberschuss von 700.000 Kubikmetern den Landwirten in der Region zugutekommen wird.

Die größten Investitionen

Zu den größten Investitionen gehört der Ausbau des Klärwerkes Barranco Seco in Las Palmas, hier werden allein 20 Millionen Euro aufgewendet. Auch die Entsalzungsanlage Arucas-Moya wird für etwa den gleichen Betrag erweitert. Ein neuer Wasserspeicher „El Fondillo“ wird rund 5 Millionen Euro kosten.

Die restliche Summe wird auf diverse kleinere Projekte verteilt, die sich im Grund mit dem Versorgungsnetz beschäftigen. Rechnet man alle Beträge zusammen, so werden rund 12 Millionen Euro in das Versorgungsnetz investiert.

Hydraulische Anlagen werden verbessert und erweitert, dies kostet nochmals rund 3 Millionen Euro.

Mit allen Maßnahmen, die seit den 1990ern getätigt wurden, ist es dem Cabildo de Gran Canaria gelungen, den Grundwasserspiegel der Insel zu stabilisieren. Dieser nahm weder weiter ab, noch stieg dieser wieder an. Damit der Grundwasserspiegel wieder steigen kann, sind deutlich mehr Niederschläge notwendig. Zudem müsste die Entnahme von Wasser noch weiter beschränkt werden. – TF

Weitere Links zum Thema:
Leitungswasser auf Gran Canaria: Infos zur Entsalzung und Klärwerken

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