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4-Stunden-Einsatz in den Dünen von Maspalomas: 75 Übertretungen mit 18 Anzeigen

Überwiegend Ausländer halten sich nicht an die Regeln.

Lesedauer 3 Minuten

Maspalomas – Am gestrigen Dienstag hat der Umweltdienst des Cabildo de Gran Canaria in enger Zusammenarbeit mit der Guardia Civil und der Gemeindeverwaltung von San Bartolomé de Tirajana einen Einsatz zum Schutz des Naturschutzgebiets der Dünen von Maspalomas durchgeführt.

An dem Einsatz waren 15 Beamte beteiligt, die teilweise auch auf Quads oder Mopeds unterwegs waren. Ebenfalls wurden wieder Drohnen eingesetzt (wie im Video von August auch zu sehen), um die illegalen Übertretungen der Absperrungen in den Dünen von Maspalomas zu prüfen.

In nur vier Stunden haben die Beamten insgesamt 75 Personen angesprochen und 18 Personen wurden sogar angezeigt. Darunter war auch ein Fotografieunternehmen, welches in den Dünen Bilder aufnahm, die mit Drohnen erstellt wurden. Alles natürlich ohne Genehmigung. Die anderen Anzeigen gingen an Einzelpersonen, überwiegend Ausländer. Nur zwei Residenten und vier spanische Staatsbürger wurden angezeigt.

Politik erfreut über die Maßnahme

Der Umweltminister von Gran Canaria, Rául García Brink, gab nach dem Einsatz an, dass aufgrund des enormen Erfolgs solche Aktionen in den Nachmittagsstunden regelmäßig stattfinden sollen. Er ging aber nicht weiter darauf ein, sodass sich niemand auf genaue Zeiten und Tage einstellen kann. Allerdings wurde angemerkt, dass die Aktionen besonders „zu den Zeiten, in denen der größte Zustrom von Menschen in diesem Gebiet herrscht“, stattfinden werden.

Er betonte außerdem, dass die Beschilderung in Kürze verbessert und Kameras und Sensoren installiert werden. Mit all diesen Maßnahmen „sind wir zuversichtlich, dass wir im nächsten Jahr über eine ganze Reihe von Elementen verfügen werden, die es uns ermöglichen, dieses Gebiet zu überwachen und dieses Verhalten im Naturschutzgebiet nach und nach auszumerzen“.

Auch der Präsident des Inselrats, Antonio Morales, äußerte sich ähnlich und lobte die geleistete Arbeit und die Fortschritte im Naturschutzgebiet der Dünen von Maspalomas, „das heute viel besser dasteht als noch vor zehn Jahren“.

Morales betonte zudem, dass „die Tatsache, dass zeitweise viele Menschen die Dünen betreten, weiterhin besorgniserregend ist. Es sind zwar deutlich weniger als vor zehn Jahren, aber es löst weiterhin soziale Besorgnis aus, und das ist gut so“, erklärte er. „Deshalb hat das Cabildo (Inselrat) zum ersten Mal in der Geschichte acht Umweltbeauftragte eingesetzt, und es gelingt uns, unsere Kräfte mit anderen staatlichen und kommunalen Kräften zu bündeln. Das Eingreifen der Seprona (Nationaler Dienst zum Schutz natürlicher Ressourcen der Guardia Civil) und die Einbeziehung der Lokalpolizei von Maspalomas in die Überwachung des Gebiets sind erfreuliche Neuigkeiten.“

Die Dünen müssen geschützt werden

Das Naturschutzgebiet der Dünen von Maspalomas ist ein Gebiet von großem ökologischen Wert und einer der wichtigsten Vogelnistplätze auf Gran Canaria. Der natürliche Reichtum ist durch nationale und regionale Vorschriften geschützt und wird durch den menschlichen Einfluss gefährdet.

Daher arbeitet der Inselrat von Gran Canaria seit langem in Abstimmung mit der Guardia Civil und der Stadtverwaltung von San Bartolomé de Tirajana daran, dieses Naturerbe zu bewahren. Ganz besonders will man das Bewusstsein für die Bedeutung des Schutzes dieses einzigartigen Naturraums auf den Kanarischen Inseln schärfen. – TF

Weitere Artikel zum Thema:
VIDEO: Die Dünen von Maspalomas werden nun auch von Drohnen und der Guardia Civil überwacht, vom 27.08.2025
Neues Überwachungssystem mit Bewegungssensoren für die Dünen von Maspalomas geplant, vom 09.06.2025

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