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Bilanz zu „Claudia“ auf Gran Canaria: Einiges an Wasser und ein paar Schäden

Promenade entlang der Dünen von Maspalomas teils eingestürzt.

Lesedauer 3 Minuten

Gran Canaria – Das Sturmtief „Claudia“ ist in der Nacht und am Vormittag über Gran Canaria hinweggezogen. Zeit, eine kleine Bilanz zu ziehen. Es gab in der Tat sogar Ecken auf der Insel, in denen es kaum bis gar keinen Regen gab, aber das war nicht die Regel. Man muss immer berücksichtigen, dass wir uns auf einer Insel mit enorm vielen Mikroklimazonen befinden. Auch Stürme werden davon beeinflusst.

Die meisten Regenfälle verbuchte man auf Gran Canaria in den Gipfelgebieten und an den Südwesthängen der Insel.

Die Wetterstationen wurden um 7 Uhr erstmals abgerufen, die in Cuevas del Pinar (San Bartolomé de Tirajana) brachte mit 80,4 Litern die größte Menge an Regen in nur 7 Stunden zustande (seit Mitternacht). Danach folgten die Station in Vega de San Mateo mit 78,2 Litern und die in Las Tirajanas mit 76 Litern.

Seit Beginn der Welterfahrung bis zum heutigen Nachmittag erreichte man in den höchsten Lagen der Insel sogar 121 Liter pro Quadratmeter.

AEMET gab in der Wetterwarnung an, dass bis zu 80 Liter pro Quadratmeter binnen 12 Stunden fallen könnten. Damit stimmte die Vorhersage ziemlich gut, war teilweise sogar zu niedrig kalkuliert, aber das liegt, wie oben erklärt, am Mikroklima der Insel.

Bis zum Vormittag registriert man beispielsweise in Agaete keinen Regen.

Bilanz zu „Claudias“ Auswirkungen

Auf La Palma gab es in der Wetterstation Breña Alta mit 142,4 Litern Regen den Höchstwert auf den Kanarischen Inseln.

Gran Canaria sperrte am frühen Morgen diverse Straßen, insbesondere in den Gipfelregionen. Aktuell sind noch folgende Straßen gesperrt: GC-607, GC-60 zwischen Km 25,5 und Km 15,3 (Umleitung über GC-603), GC-200 Zugang Andén Verde, Zugang nach Tirma und Faneque sowie die GC-605 zwischen Ayacata und Pie de la Cuesta. Mehr als 100 Arbeiter sind dabei, alle Straßen wieder vollständig nutzbar zu machen.

Eingestürzte Mauer in Maspalomas
Eingestürzte Mauer in Maspalomas by elsurDigital

In Maspalomas verursachte der Sturm einen partiellen Einsturz der Promenade entlang der Dünen von Maspalomas. Teile des Gehwegs wurden beschädigt, als eine obere Stützmauer zusammenbrach. Personen wurden glücklicherweise keine verletzt. Verutlich hat sich zu viel Wasser unterhalb des Gehweges angesammelt und die Basis weggespült, was dann zum Einsturz führte.

Neben diversen umgestürzten Bäumen und abgebrochenen Felsen in den Bergregionen gab es glücklicherweise relativ wenige Unfälle im Zusammenhang mit Sturmtief Claudia auf Gran Canaria. Die stärksten Windböen wurden in Agüimes mit 87 km/h gemeldet, Agaete folgt mit sehr ähnlichen Werten.

Inselpräsident Antonio Morales (NC) betonte, wie gut und wichtig die Zusammenarbeit des Cabildo mit den 21 Gemeinderäten funktioniert hat. „Das Schlimmste ist vorbei“, sagte er in einem Video. Im gleichen Video berichtet er darüber, dass die Schluchten viel Wasser in Richtung Talsperren transportiert haben und nach wie vor tun. „Die Stauseen füllen sich wieder“, so Morales. „Auch wenn wir die genaue Wassermenge, die derzeit noch fließt, nicht messen können, so ist das eine gute Nachricht für Gran Canaria“, so der Präsident.

Die Wasserbehörde von Gran Canaria bestätigte um 13 Uhr, dass in die Stauseen El Mulato, Chira (Null-Pegel), La Gambuesa und Soria Wasser einfließt. Der Soria-Damm ist derzeit jedoch wegen der Bauarbeiten geöffnet, sodass die Wassermengen in die unterhalb liegenden Stauseen La Lumbre und Gambuesa weitergeleitet werden.

Ebenfalls Wassereinlauf wurde in die Talsperren La Niñas, La Sorrueda, Tirajana und in geringen Mengen auch in El Parralillo und Lugarejos gemeldet.

Eine Wetterwarnung liegt füe Gran Canaria nun nicht mehr vor! – TF

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