Infos Gran Canaria | Das Inselportal
NewsSport

Stadion Gran Canaria: Cabildo startet neuen Ausschreibungsversuch für WM 2030

Ein erhöhtes Budget soll den Ausbau für die WM 2030 sichern.

Lesedauer 3 Minuten

Las Palmas – Das Cabildo de Gran Canaria nimmt für die geplante Modernisierung und den Ausbau des Stadions Gran Canaria einen erneuten Anlauf: In der ersten Augusthälfte wird das millionenschwere Bauprojekt für die Ausrichtung der Fußball-Weltmeisterschaft 2030 offiziell neu ausgeschrieben. Nach dem ergebnislosen Abschluss eines ersten Verhandlungsverfahrens wird das Budget nun nach oben angepasst, um eine erfolgreiche Vergabe an ein Bauunternehmen zu sichern.

Neuer Ausschreibungsversuch mit erhöhtem Budgetrahmen

Wie der Sportminister des Cabildo de Gran Canaria, Aridany Romero, öffentlich mitteilte, hat das autonome Gremium der Inselregierung die Einleitung eines neuen, offenen Verfahrens beschlossen. Die vorherige Ausschreibung war am 7. Juli ohne Ergebnis abgelaufen und wurde daraufhin für ungültig erklärt.

Zuvor hatte das Instituto Insular de Deportes (IID) ein gezieltes Verhandlungsverfahren mit ausgewählten, finanziell soliden Bauunternehmen durchgeführt. Ziel war es, geeignete Partner für das Modernisierungsprojekt „La Nube“ im Sportkomplex Siete Palmas auf Basis des ursprünglichen Rahmens von mehr als 174 Millionen Euro zu gewinnen. Da in dieser ersten Verhandlungsphase keine Vereinbarung erzielt werden konnte, wird der finanzielle Rahmen nun grundlegend überarbeitet und aufgestockt.

Aktualisierung von Baukosten und Zeitplan im Eiltempo

Die Fachkräfte des IID arbeiten derzeit an einer umfassenden Neubewertung der Baukosten sowie des zeitlichen Bauablaufs. Nach Angaben der Sportbehörde soll diese Aktualisierung in kurzer Zeit abgeschlossen sein, damit das neue offene Ausschreibungsverfahren ohne weitere Verzögerung gestartet werden kann.

Trotz der Verzögerungen beim Beginn der eigentlichen Baumaßnahmen sieht die Inselregierung die Position Gran Canarias als offiziellen Austragungsort der Fußball-Weltmeisterschaft 2030 keineswegs gefährdet. Eine mögliche Fertigstellung nach der ursprünglichen Vorgabe von Juli 2029 gilt nach Behördenangaben nicht als K.-o.-Kriterium für die Bewerbung.

Flexibilität der FIFA bei den Fertigstellungsterminen

Zur Einordnung der zeitlichen Vorgaben verwies die Sportbehörde auf Erfahrungen vergangener Weltmeisterschaften. So wurden beispielsweise Stadien in Mexiko-Stadt und Toronto für die Weltmeisterschaft 2026 erst im März des Turnierjahres fertiggestellt – nur wenige Monate vor dem offiziellen Turnierstart im Sommer.

Zudem stehen Vertreter des IID in laufendem Austausch mit den Verantwortlichen des Weltfußballverbandes. Bei Besuchen verschiedener WM-Stadien in den USA, wie in Dallas und Miami, sicherten FIFA-Vertreter den Delegierten zu, mit allen Austragungsorten bezüglich der Zeitpläne im Dialog zu bleiben. Auch bezüglich baulicher Auflagen zeigt sich die FIFA pragmatisch: So fand etwa das Finale der Weltmeisterschaft 2026 im New Jersey Stadium in einem nicht überdachten Stadion statt, was die Anpassungsfähigkeit der Verbandsvorgaben unterstreicht.

Top-Fünf-Platzierung im FIFA-Ranking und finanzielle Stabilität

Die Bewerbung Gran Canarias gehört laut der offiziellen Evaluation der FIFA zu den am besten bewerteten Konzepten für die Endrunde 2030. Von insgesamt 20 eingereichten Bewerbungsvorschlägen erreichte das Dossier des Cabildo de Gran Canaria einen Platz unter den fünf besten Einreichungen.

Als entscheidende Stärken der Kanaren-Bewerbung gelten die finanzielle Solidität der Inselverwaltung, die technische Kompetenz des Standorts sowie die verbindliche Bereitschaft der Inselregierung zur Umsetzung der geforderten Infrastruktur. Aus Sicht der FIFA ist die Zuverlässigkeit und Finanzkraft des jeweiligen Austragungsortes ein maßgeblicher Faktor für die finale Zuschlagserteilung.

Chance auf bis zu acht WM-Spiele im Stadion Siete Palmas

Durch die von der FIFA beschlossene Aufstockung des Teilnehmerfeldes bei kommenden Weltmeisterschaften könnte Gran Canaria als Austragungsort eine deutlich größere Rolle einnehmen als ursprünglich geplant. Anstelle der standardmäßigen vier Gruppenspiele einer einzelnen Vorrundengruppe fasst die Inselverwaltung nun eine höhere Anzahl an Partien ins Auge.

Mit der Ausweitung des Turnierformats und den zusätzlichen K.o.-Runden bietet das modifizierte Stadion Siete Palmas Kapazitäten für bis zu acht Begegnungen. Neben Spielen der Gruppenphase könnten damit auch Partien der Sechzehntelfinals und des Achtelfinals auf der Kanareninsel ausgetragen werden. Die finale Entscheidung über die genaue Verteilung der Turnierspiele steht allerdings noch aus. – TF

Weitere Artikel zum Thema:
Laut CC gibt es eine reale Gefahr für die WM 2030 durch fehlenden Umbau, vom 16.07.2026
WM 2030: Cabildo-Präsident Morales versprüht pure Zuversicht für den Stadion-Umbau auf Gran Canaria, vom 08.07.2026
WM 2030 in Gefahr? Stadion-Ausbau auf Gran Canaria droht zu scheitern, vom 07.07.2026

Ähnliche Beiträge

Pionierleistung: Neues selbst installierendes Offshore-Windrad vor Las Palmas verankert (inkl. Video)

Thomas F. InfosGC

GC-1 ab heute auch wieder für Busse und LKW nutzbar – Nachts weiterhin Vollsperrung!

Thomas F. InfosGC

17% mehr Flugplätze nach Gran Canaria für den kommenden Winter geplant

Thomas F. InfosGC