Gran Canaria – Die Fußball-Weltmeisterschaft 2030 wirft ihre Schatten voraus und das Estadio de Gran Canaria soll für dieses historische Ereignis in neuem Glanz erstrahlen. Zwar gab es bei der ersten Ausschreibung für die umfangreiche Renovierung einen kleinen Dämpfer, doch von Panik ist auf der Insel keine Spur. Im Gegenteil: Antonio Morales, der Präsident des Cabildo de Gran Canaria, zeigt sich bei der Umsetzung der FIFA-Anforderungen extrem optimistisch und hat bereits den nächsten entscheidenden Schritt eingeleitet.
Keine Angebote? Morales bleibt entspannt und startet Verhandlungsverfahren
Es war eine Nachricht, die in der Sport- und Wirtschaftswelt für Aufsehen sorgte: Für das Mega-Projekt mit einem stolzen Volumen von 174,7 Millionen Euro reichte zunächst kein einziges Bauunternehmen ein offizielles Angebot ein. Aus Wirtschaftskreisen hieß es, das Budget sei angesichts der realen Baukosten schlichtweg zu niedrig angesetzt. Zudem wurden die knappen Fristen bis zur zwingend geplanten Fertigstellung im Jahr 2029 sowie die drohenden, empfindlichen Strafen bei Verzögerungen scharf kritisiert.
Doch Antonio Morales ließ sich davon bei einer Pressekonferenz am Mittwoch überhaupt nicht aus der Ruhe bringen. Er spielte den anfänglichen Rückschlag souverän herunter und kündigte umgehend die Lösung an: Die Institution wird nun ein sogenanntes Verhandlungsverfahren mit mehreren großen Bauunternehmen einleiten. So soll sichergestellt werden, dass das Stadion rechtzeitig an die strengen Vorgaben des Weltfußballverbandes für das große Turnier angepasst wird.
Parallelen zu vergangenen Projekten untermauern den Optimismus
Um seine unerschütterliche Zuversicht zu verdeutlichen, zog der Cabildo-Präsident einen passenden und beruhigenden Vergleich. Er erinnerte an den erfolgreichen Umbau der ehemaligen psychiatrischen Klinik in ein hochmodernes Sozial- und Gesundheitszentrum. Auch bei diesem Bauvorhaben äußerten Unternehmen im Vorfeld exakt dieselben Bedenken und Einwände bezüglich der Budgets und Fristen. Das Ergebnis? Das Projekt ist trotz aller Unkenrufe erfolgreich angelaufen.
„Ich denke, es ist völlig legitim, dass jeder in der Wirtschaft seine eigene Meinung hat“, betonte Morales verständnisvoll in Richtung der zögerlichen Bauunternehmen. Er stellte jedoch gleichzeitig unmissverständlich klar: „Die öffentliche Verwaltung handelt stets im Rahmen der geltenden Gesetze und findet ihre Wege.“
Der Blick nach vorne: Noch vier Jahre Zeit bis zum großen Anpfiff
Der sportliche und wirtschaftliche Fokus der Inselregierung liegt ganz klar auf der Lösung. Ein Umbau auf FIFA-Niveau wird das Heimstadion der UD Las Palmas in eine der modernsten Arenen Spaniens verwandeln. Mit einem entspannten Lächeln im Gesicht wischte Antonio Morales am Mittwoch jegliche Bedenken von Kritikern beiseite.
„Wir machen uns um absolut nichts Sorgen, auch wenn manche Leute befürchten, dass wir uns keine Sorgen machen“, erklärte der Präsident selbstbewusst. Bis zum ersten Anpfiff der Weltmeisterschaft 2030 sind es immerhin noch vier Jahre. Eine lange Zeit, die laut Morales völlig ausreicht, um das Projekt erfolgreich ins Ziel zu bringen. Die Fußballfans auf Gran Canaria dürfen also weiterhin voller Vorfreude auf das sportliche Mega-Event blicken. – TF
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