Gran Canaria – Nach dem verheerenden Sturm „Therese“ im März 2026 rückt die Arguineguín-Schlucht auf Gran Canaria in den Fokus der Justiz. Die Umweltstaatsanwaltschaft von Las Palmas hat ein offizielles Ermittlungsverfahren eingeleitet, um zu klären, ob die massiven Zerstörungen in der Region durch fahrlässiges Handeln oder bauliche Eingriffe verschärft wurden.
Verdacht auf Straftaten nach dem Sturm
Der Auslöser für das Verfahren ist eine Anzeige der Bürgerinitiative „Salvar Chira Soria und Barranco de Arguineguín“. Die Initiative wirft den verantwortlichen Stellen gravierende Versäumnisse im Krisenmanagement vor. Während der Regenfälle zwischen dem 18. und 24. März 2026 waren rund 3.000 Einwohner zeitweise vollständig von der Außenwelt abgeschnitten. Mehrere Menschen mussten in dramatischen Rettungsaktionen aus den plötzlichen Sturzfluten befreit werden, die das Flussbett zwischen Mogán und San Bartolomé de Tirajana überfluteten.
Zusammenhang mit dem Kraftwerk Salto de Chira?
Im Zentrum der Ermittlungen steht die Frage, ob die Bauarbeiten am Wasserkraftwerk Salto de Chira das natürliche Abflussverhalten der Schlucht negativ beeinflusst haben. Der Umweltstaatsanwalt hat bereits umfangreiche Unterlagen bei den zuständigen Behörden angefordert, darunter explizit beim Wasserrat der Insel (Consejo Insular de Aguas). Es soll geprüft werden, ob bauliche Veränderungen im Terrain das Katastrophenrisiko für die Anwohner künstlich erhöht haben.
Die Kläger werfen den Behörden eine Reihe von Fehlern vor, die den Straftatbestand der groben Fahrlässigkeit erfüllen könnten:
- Fehlende Prävention: Verletzung gesetzlicher Pflichten zur Risikovorsorge und Warnung der Bevölkerung.
- Gefährdung: Mögliche Missachtung von Sicherheitsstandards beim Management hydraulischer Infrastruktur.
- Umweltschäden: Eingriffe in das Ökosystem, die über das notwendige Maß hinausgingen.
- Unterlassung: Das Ausbleiben notwendiger Warnmeldungen während der eskalierenden Wetterlage.
Wie geht es weiter?
Die Ermittlungen befinden sich noch in einem frühen Stadium. Sollte sich der Verdacht erhärten, könnten den Verantwortlichen schwerwiegende Konsequenzen wegen Straftaten gegen natürliche Ressourcen, Amtspflichtverletzung und fahrlässiger Gefährdung von Menschenleben drohen. Für die betroffenen Bewohner der Schlucht ist diese juristische Aufarbeitung ein entscheidender Schritt, um Gerechtigkeit für die erlittenen Schäden zu fordern und künftige Sicherheitsstandards in der Region neu zu bewerten.
Wir werden diesen Fall weiter beobachten und Sie über neue Entwicklungen in der Arguineguín-Schlucht auf dem Laufenden halten. – TF
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