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Repsol bereit im Mai 2014 zu bohren – Basis im Zweifelsfall in Marokko

Bild Info: Das spsnische Unternehmen Repsol will bohren. Bild: Logo Repsol

Kanarische Inseln – Repsol lies am Donnerstag verlauten, dass man bereit sei, im Mai 2014 mit den Ölbohrungen vor der Küste von Lanzarote und Fuerteventura zu beginnen. Lediglich das umweltrechtliche Genehmigungsverfahren werde noch abgewartet. Gleichzeitig hat man an die Regierungen von Lanzarote und Fuerteventura eine Mitteilung gesendet und um die Errichtung einer Operationsbasis gebeten. Dies wurde bisher von den beiden Inseln abgelehnt.

Repsol schätzt das Ölvorkommen auf 898 Mio Barrel, welches für 10% des Bedarfs von Spanien reichen würde. Dies würde die Ölimportkosten um bis zu 30 Mio Euro reduzieren. Andere Schätzungen gehen sogar davon aus, dass bis zu 2,277 Mio Barrel Öl vor den Küsten lagern könnten.

Sollte sowohl Lanzarote als auch Fuerteventura der Errichtung einer Operationsbasis weiterhin widersprechen oder sich nicht binnen 20 Tagen dazu äußern, würde Repsol auch nach Gran Canaria ausweichen, hier wäre es auch einfacher eine solche Basis zu errichten, weil die notwendige Infrastruktur schon vorhanden sei. Wenn auch Gran Canaria letztendlich ablehnen würde, dann stünde in der globalen Welt ja auch noch die Möglichkeit offen, diese Basis in Marokko zu errichten. Dies kann man auch als Drohung gegen die Regierungen der Inseln sehen, denn Repsol argumentiert, dass kein Politiker den Verlust von Arbeitsplätzen und Geld rechtfertigen kann, zumindest nicht auf lange Sicht.

Auf die Kritik der Verträglichkeit mit dem Tourismus und der Umweltgefahr wurde ebenfalls eingegangen. Es gäbe genügend Beispiele dafür, wo dies genau so gehandhabt wird und wo es auch funktioniert. In Rio de Janeiro (Brasilien), Malibu (Kalifornien) und Norwegen gibt es eine ähnliche wirtschaftliche Struktur und auch Ölbohrungen.

Zudem sei der Unfall im Golf von Mexiko nur einer von Zweien gewesen in dieser Region, dort seien aber 56.000 Bohrungen durchgeführt worden. Also sei das Risiko verschwindend gering.

Es scheint also so, als ob die Bohrungen kommen, egal wie. Repsol findet den Weg zum Geld. – CK

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