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Öffentliches Gesundheitswesen der Kanaren ist das schlechteste in ganz Spanien

Bild Info: Auch bei Apotheken gibt es die eine oder andere Verbesserungsmöglichkeit. Bild: Archiv

Kanarische Inseln – Da es immer weitere Einschnitte im Gesundheitswesen von Spanien gibt hat sich der Zusammenschluss der Verbände für die Verteidigung der Gesundheit (FADSP) einmal die verschiedenen Regionen in Spanien angesehen. Dabei kam heraus, dass die Kanarischen Inseln das schlechteste öffentliche Gesundheitssystem in ganz Spanien haben, gefolgt von Valencia und Katalonien. Am besten wird man im Baskenland, Navarra und Aragon versorgt.

Die Studie wurde zwischen 2014 und 2015 erstellet und ist damit noch relativ neu. Bei der letzten Studie dieser Art konnten die Kanarischen Inseln wenigsten im Mittelfeld landen.

Die Vereinigung sieht die Hauptgründe für dieses Qualitätsverlust des öffentlichen spanischen Gesundheitswesen in den harten Einschnitten die seit 2009 erfolgten. Zwischen 15 und 21 Milliarden Euro wurden weniger für das Gesundheitswesen ausgegeben. Zudem wurden insgesamt 40.000 Arbeitsplätze im Gesundheitswesen gestrichen.

Das private Gesundheitswesen hingegen hat einen regelrechten Boom erlebt, mehr Stellen und wesentlich höhere Standards, so hoch wie man dies ggf. aus anderen Ländern kennt.

Die Canarios sind nur zu 5,55% mit dem aktuellen Gesundheitswesen zufrieden, was nicht überraschend ist. Es wird langsam Zeit, dass der spanische Staat das Gesundheitswesen wieder mehr stützt, denn was nützt es einem Staat, wenn die Bevölkerung kränkelt und nicht wieder gesund wird? – TF

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