Ölflecken vor der Küste von Mogán entdeckt – Zugehörigkeit zum Wrack ist unklar

Bild Info: Greenpeace ist besorgt um die aktuelle Lage und fordert mehr Entschlossenheit. Bild: Greenpeace España

Mogán – Schockszenario in der Gemeinde Mogán, denn etwa 4 Kilometer vor der Küste und dem Strandabschnitt Veneguera wurden Überreste von Öl im Meer entdeckt. Ob dieses Öl zu dem gesunkenen Fischkutter „Oleg Naydenov“ gehört wurde bisher nicht bestätigt. Denn alle anderen Angaben bestätigen, dass der Ölteppich mittlerweile rund 197 Kilometer südwestlich von Gran Canaria im Atlantik treibt.

Bei dem entdeckten Öl vor der Küste handelt es sich nicht um eine geschlossene Decke, sondern um einzelne kleinere Flecken, die sich auf eine Länge von 3 Seemeilen erstrecken. Angeordnet wie eine Linie, es könnte also auch abgelassenes Öl eines anderen Schiffes sein, dies ist in der Vergangenheit immer wieder vorgekommen.

Greenpeace ist besorgt um die aktuelle Entwicklung und fordert die Regierung der Inseln dazu auf nun endlich entschlossen und transparent gegen diese Umweltkatastrophe vorzugehen.

Unterdessen haben die ersten „Sammelaktionen“ an dem großen Ölteppich begonnen und die speziellen Schiffe tragen Öl von der Oberfläche ab. Das Meer hatte sich etwas beruhigt.

Die ersten Beobachtungen des Roboters zeigen auch, dass das Wrack nicht in einer Tiefe von 2.400 Metern liegt, wie zu nächst angenommen, sondern in einer Tiefe von 2.700 Metern. Ebenfalls wurde bestätigt, dass weiterhin Kraftstoff aus dem Wrack austritt. Zudem habe sich das Wrack ca. 100 Meter von der Stelle entfernt an der das Schiff ursprünglich gesunken war. Weitere Ergebnisse stehen noch aus, da der Roboter noch nicht vollständig das Wrack beobachtet hat. Nach aktuellen Schätzungen sind bisher ca. 5.000 Liter Kraftstoff ausgetreten. – TF

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