Waldbrand auf Gran Canaria noch nicht unter Kontrolle – Wetterumschwung könnte helfen

Bild Info: Der Waldbrand (am oberen Rand) in den Bergen von Gran Canaria ist auch aus Arucas sichtbar. Bild: Twitter/Efemérides Meteorológicas Canarias

Gran Canaria – Der in den Bergen wütende Waldbrand ist noch immer nicht unter Kontrolle. Die Löschkräfte haben die ganze Nacht weiter gekämpft aber der starke Wind in den Bergen von Gran Canaria macht es den Teams nicht leicht. Bisher gibt es noch keine genauen Angaben darüber, wie viele Personen genau evakuiert werden mussten, die Zahlen schwanken bis hoch auf über 800. Insgesamt sind 9 Hubschrauber und ein Löschflugzeug im Einsatz. Die Koordination liegt bei der kanarischen Zentralregierung. Nach Angaben der Koordinationsstelle sei die Entwicklung in der Nacht zwar positiv verlaufen, allerdings sei das Feuer noch immer unkontrolliert und nicht stabilisiert.

Das Feuer wütet in einem Radius von 20 Kilometern und hat Kiefernwälder und Buschland auf einer Fläche von etwa 2.000 Hektar beschädigt. Alles Zahlen, die bisher geschätzt sind und aufgrund der Unkontrollierbarkeit noch weiter nach oben steigen könnten.

AEMET rechnet mit Regenschauern im Laufe des heutigen Tages, auch in der Zone, die vom Feuer betroffen ist. Dies wäre ein besonderer Glücksfall, denn Regen gibt es ja bekanntlich nicht so oft auf Gran Canaria. In der Tat gab es heute Morgen schon einige Schauer in Las Palmas, es bleibt also zu hoffen, dass diese sich in die Katastrophenzone ausweiten.

Ein weiteres Problem ist derzeit die Kommunikation mit den betroffenen Gebieten. In der Nacht sind sowohl Stromleitungen als auch Telefonleitungen zerstört worden bzw. zusammengebrochen. Diese müssen nun auch wieder hergestellt werden. Betroffen war nach letzten Angaben 532 Haushalte. Die Schule wurde für den heutigen Tag in der Gemeinde Tejeda abgesagt.

Bezüglich der Brandursache ist noch nicht viel bekannt. Bisher bestätigte Daten besagen lediglich, dass der Brand um 13:48 Uhr im Gebiet La Degollada auf der Ringstraße von Tejeda begann. Von dort aus hat sich das Feuer rasant bis zum Cruz de Tejeda vorgearbeitet. Der Parador, welcher auch ein Hotel beherbergt scheint mit einem blauen Auge davongekommen zu sein. Das Hotel wurde nur gestreift und große Beschädigungen gibt es wohl nicht. Trotzdem sind wohl Gebäude betroffen, wie viele genau und welche Art von Gebäuden wurde bisher nicht genau bekanntgegeben.

Wir warten auf die heutige Entwicklung und hoffen auch auf Regen in den entsprechenden Gebieten. – TF

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Schwerer Waldbrand wütet mitten auf Gran Canaria, vom 20.09.2017

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