Fernando Clavijo hat Papst Franziskus eingeladen, die Kanarischen Inseln zu besuchen

Bild Info: Fernando Clavijo sprach mit dem Papst im Vatikan nach einer Messe im Petersdom. Bild: Screenshot MaspalomasAhora

Kanarische Inseln – Anlässlich des fünften Jahrestages des Besuches von Papst Franziskus auf der Insel Lampedusa gab es am gestrigen Freitag eine Messe im Petersdom im Vatikan. An der Messe nahm auch der kanarische Präsident Fernando Clavijo teil, anschließend lud der Präsident Papst Franziskus zu einem Besuch auf den Kanarischen Inseln ein. In einer Erklärung sagte Clavijo, dass man „das wolle“ und er sich „vorstellen kann, dass der Papst an viele Orte eingeladen wurde“, zudem habe er dem Papst ein Buch von José Viera & Clavijo als Geschenk überreicht.

Clavijo wurde zur Messe in den Vatikan von der Organisation Proactiva Open Arms eingeladen, die im Jahr 2016 für die Arbeit im Mittelmeerraum bei der Flüchtlingskrise die Auszeichnung Medalla de Oro de Canarias erhalten hatte.

Der Papst sprach bei der Messe darüber was ein „barmherziger Samariter“ sei und gab darüber „eine Lehre“ ab wie man „die Integration fördert“, so Clavijo weiter. Zudem sagte Clavijo, „ich würde nicht sagen, dass der Papst der italienischen Regierung kritisch gegenübersteht, aber er teilte eindeutig mit, keine Politik wie in diesem Land gutzuheißen“.

Franziskus prangerte zudem den Tod von tausenden Menschen im Mittelmeer an, während er die Retter dazu ermutigt hat, die Arbeit fortzusetzen und die Menschen zu retten, dies alles zu einer Zeit wo die Regierung von Italien die Häfen für Flüchtlingsretter-Boote geschlossen hat.

Clavijo war davon beeindruckt, dass der Papst besonders darauf hinwies, dass „dies letztendlich alles Menschen sind, die vor Tod und Elend fliehen“. Zudem wolle er eine Botschaft an Europa senden, denn die EU ist „mehr als eine Gruppe von Ländern mit wirtschaftlichen Interessen“, es sei notwendig „die Grundidee eines großen Europas der Solidarität“ wiederherzustellen. In der aktuellen Lage sei „eine Zusammenarbeit zwischen den Ländern notwendig, sonst wird das Problem nicht gelöst“. Auch der Papst forderte von Europa „etwas mehr“ zu sein. – TF

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