Gaypride Maspalomas – Veranstalter sperren negative Kritiker auf Facebookseite

Bild Info: Auf der "offiziellen" Facebookseite werden negative Kritiken nicht zugelassen, es sei denn man verfasst eine Bewertung. Bild: Screenshot Facebook

Maspalomas – Man könnte glauben die alten Franco-Zeiten sind wieder zurück, wenn man sich mit der Organisation des Gaypride Maspalomas auseinandersetzt. Werden hier Steuergelder für den eigenen Geldbeutel abgezwackt? In den letzten Tagen, seit dem Ende des Gaypride, erreichen uns diverse Meldungen über Kritikpunkte zum Gaypride. Manche sehen den Pride als eine reine Business-Veranstaltung einer kleinen Firma, die sich darüber bereichern will. Andere sehen den Pride im Abstieg, so wie UD Las Palmas, noch andere fanden es den „Best Pride Ever“.

Egal welche Meinung man zu dem Event hat, man sollte das Recht haben diese Meinung zu vertreten und kund zu tun. Dies ist aber vonseiten der Organisation unerwünscht, wobei der Begriff den die Organisation für sich selbst gewählt hat ironischerweise das Gegenteil suggeriert, nämlich Freedom, also Freiheit. Es könnte aber auch sein, dass damit die Freiheit gemeint ist wie ein Diktator durch die Länder zu ziehen und anderen Menschen diese Freiheit nicht zuzugestehen.

Wir selbst haben die Erfahrung machen müssen, dass eine negative Kritik nicht angenommen wird, sondern man dafür die Schreibrechte auf der entsprechenden Facebook-Seite entzogen bekommt. Allerdings, und das ist das gute daran, wenn man seine Meinung vollumfänglich zuvor in einer Bewertung fixiert hat, kann die Organisation einen zwar davon abhalten weiter dort zu schreiben, die Bewertung bleibt aber erhalten.

Eine öffentliche, durch Steuermittel unterstütze, Veranstaltung sollte sich ein wenig mit solchen Praktiken zurückhalten, dies wirft ein schlechtes Bild auf die Veranstaltung, auf die Gemeinde und auch die Insel Gran Canaria. Davon abgesehen ist es fraglich, dass hier Steuermittel bereitgestellt werden, die dann in irgendwelchen Kanälen verschwinden. Eine Transparenz wie diese gesetzlich vorgesehen ist, fehlt beim Gaypride vollständig. Aber trotzdem wird von der Organisation jährlich mehr Geld von „Sponsoren“ und auch Besuchern verlangt.

Wer noch unschlüssig ist was er vom Pride halten soll oder überlegt wie er der Organisation und der Politik ein Feedback zukommen lassen kann, der sollte die Facebook-Seite der Veranstaltung dazu verwenden, egal ob nun Positiv oder Negativ, jeder sollte seine Meinung frei äußern können. Sollte man dann gesperrt werden weiß man jedenfalls, das man auf die Menschen die die Party eigentlich ausmachen keinen Wert legt.

Wir werden dies weiter beobachten und berichten, denn wir lassen uns die freie Meinung nicht nehmen! Ein Gaypride ist eigentlich eine politische Veranstaltung und keine Private Party bei der der Veranstalter nahezu machen kann, was er will.- TF

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