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Vereinbarung zwischen ENI und Marokko bestärkt Pläne zur Ölsuche vor den Kanaren

Bild Info: Das in rot gekennzeichnete Gebiet liegt nur etwa 50 Kilometer vor der Küste von Fuerteventura und Lanzarote. Bild: Screenshot CanariasEnRed

Kanarische Inseln – Der italienische Kraftstoffkonzern ENI hat mit Marokko eine Vereinbarung für die Suche nach Öl im Bereich Tarfaya abgeschlossen. Das Seegebiet befindet sich rund 50 Kilometer vor den Küsten von Lanzarote und Fuerteventura. Der Genehmigungsprozess befindet sich noch in der Anfangsphase aber die Vereinbarung zwischen Marokko und dem Konzern legt nahe, dass man in jedem Fall suchen wird. Das Unternehmen ist sich auch ziemlich sicher dort etwas zu finden.

In der Vergangenheit haben immer wieder Konzerne nach Öl in den Gebieten gesucht, aber nie etwas Brauchbares gefunden. Meist so verunreinigt, dass der Abbau keinen Sinn ergeben würde. Das Unternehmen Galp aus Portugal, Tanger Petroleum aus Australien oder zuletzt Repsol aus Spanien haben allesamt kein brauchbares Öl in diesem Gebiet gefunden. Bleibt zu hoffen, das es auch für ENI nur Zeit sowie Geldverschwendung sein wird dort wieder nach Öl zu suchen.

Die grundsätzlichen Gefahren für die Kanarischen Inseln bei der Ölförderung sind eindeutig und liegen auf der Hand. Bei einem noch so kleinen Unfall könnten die Küstengebiete versucht werden, neben dem Schaden an der einzigartigen Unterwasserwelt gäbe es auch erheblichen Schaden an der Gesamtwirtschaft der Kanarischen Inseln, denn 86% der Wirtschaft sind vom Tourismus abhängig, dieser würde bei einem Ölunfall wohl zusammenbrechen. – TF

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