Gewerkschaft: Ryanair will von der Regierung Subventionen Erpressen

Bild Info: Ryanair steht seit Monaten auf den Kanaren in der Kritik. Bild: Infos-GranCanaria.com

Kanarische Inseln – Die Gewerkschaft USO glaubt, dass der Billigflieger Ryanair die derzeitige Drohkulisse dazu nutzen will um von den lokalen Regierungen Subventionen zu „erpressen“. Der Sprecher der Gewerkschaft Jairo Gonzales sagte nach einem Treffen mit dem Bordpersonal von Teneriffa und Gran Canaria, dass „sie die Situation ausnutzen, um Druck auf die Regierung auszuüben um Subventionen zu erhalten“, die Abschlüsse der Gewerkschaft mit Ryanair würden sicherlich eine einfachere Geschichte, wenn „eine andere Art finanzieller Hilfe durch diese schmutzige Erpressung inkludiert wäre“.

Laut Gewerkschaft würde die komplette Schließung der Basen von Ryanair auf den Kanaren 200 Mitarbeiter betreffen. Ryanair habe „mittelfristig keine Absicht die Basen wiederzueröffnen“. Durch die frühe Ankündigung im Januar dieses Jahres hat Ryanair versucht sowohl Gewerkschaften als auch Regierung „einzuschüchtern“.

Eine Tatsache, die von Ryanair angebracht wird ist, dass das Unternehmen im kommenden Jahr mit 30 Maschinen weniger auskommen muss aufgrund der fehlenden Auslieferung der Boeing 737-MAX8, das die Fluggesellschaft dann ankündigt sich von den „unrentablen Stützpunkten“ trennen zu wollen sei nicht überraschend. Allerdings ist dies bei den Stützpunkten auf den Kanarischen Inseln nicht der Fall, denn es sei. Laut Gewerkschaft, „nachweisbar, dass alle Flugzeuge nahezu immer ausgebucht sind und die Tickets weit im Voraus verkauft werden“.

Da sich Ryanair weder an bestehende Verträge hält, noch an geltendes Recht bei solchen Schritten sehen die Gewerkschaften keinerlei Möglichkeit, als den Betrieb stillzulegen. Die zuständigen Politiker haben sich bisher auch nicht eingemischt. Welche Daten genau bestreikt werden soll in den kommenden Tagen bekannt gegeben werden. – TF

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