Sanierungszwang oder Abriss für Einkaufszentren im Süden – Weitere Erneuerungsmaßnahmen für den Tourismus

Bild Info: Da CC Metro in Playa del Inglés steht eigentlich komplett leer, der Grund: Es ist mehr als sanierungsbedürftig. Nun gibt es eine neue Verordung, die dies ändern könnte. Bild: GoogleMaps

Gran Canaria – Auf einer Planungskonferenz des Cabildo de Gran Canaria wurde und wird derzeit darüber diskutiert, wie man den Tourismus und dessen Infrastruktur modernisieren kann, was dieses kosten wird und welche Maßnahmen demnächst anstehen werden. Ein wichtiger Punkt sind die Autobahnen GC-1 und GC-2, deren Erscheinungsbild äußerst schlecht ist. Hier hat das Cabildo bereits 40 Millionen Euro eingeplant. Es sollen Graffiti, alte Gewächshäuser, Schutt etc. entfernt werden. Die GC-1 wird im mehrere Aktionszonen unterteilt, in diesen Zonen sollen diverse Maßnahmen durchgeführt werden, wie lange es insgesamt dauern wird, ist nicht genau abzusehen. Für die GC-2 gilt dies ebenfalls.

Ein weiteres wichtiges Thema ist die neue Verwaltungs- und Durchführungsverordnung des kanarischen Planungssystems für die Renovierung veralteter Einkaufszentren. Diese findet man auf Gran Canaria nur im Süden der Insel. Diese Verordnung verpflichtet die Eigentümer gegebenenfalls auch zur Sanierung oder dem Abriss des Einkaufszentrums. Es legt neben den Verpflichtungen für Eigentümer aber auch die Befugnisse der Gemeindeverwaltungen fest. Für den Fall, dass Eigentümer den Verpflichtungen nicht nachkommen, würde die Gemeindeverwaltung die Sanierung übernehmen und später alle Kosten den Eigentümern auferlegen. Diese Maßnahmen können sogar öffentlich ausgeschrieben werden und durch Eigentumsübertragung des Grundstückes teilweise finanziert werden.

Auf der laufenden Konferenz wird über Maßnahmen in Mogán und Playa de Mogán gesprochen, aber auch Maspalomas steht auf der Agenda des Cabildo. Jedoch fehlt vonseiten der Gemeinde San Bartolomé de Trajana die Beteiligung der Gemeinde für die Übernahme der Sanierungsmaßnahmen. Man scheint sich in diesem Bereich nicht einmischen zu wollen, auch wenn die kanarische Verordnung eigentlich für alle bindend ist.

Es gibt sogar ein belegbares positives Beispiel, so wurde Puerto del Carmen auf Lanzarote durch eine Kernsanierung des Geschäftsbereiches schön aufgefrischt. Dies führte im Jahr 2017 zu 21% mehr neuen Arbeitsplätzen in dem Sektor und in den letzten 5 Jahren zu 311 neu gegründeten Unternehmen. Einen ähnlichen Effekt könnte es auch in Mogán und in Maspalomas geben, sofern die beiden Gemeinden mitwirken. – TF

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