Verschiebung der Seegrenze von Marokko auf unbestimmte Zeit vertagt
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Verschiebung der Seegrenze von Marokko auf unbestimmte Zeit vertagt

Kanarische Inseln – Das Parlament in Marokko hat in letzter Sitzung die Verschiebung der Seegrenzen im Mittelmeer und im Atlantik auf unbestimmte vertagt. Besonders im zweiten Fall kam es zu Kollisionen mit den Grenzen von Spanien und damit mit den Kanarischen Inseln. Der Präsident der Kanaren, Ángel Victor Torres bezeichnete die Entscheidung als „gute Nachricht“. Trotzdem wollen die Kanaren und auch Spanien „besonders wachsam bleiben“.

Die Gewässer rund um die Kanarischen Inseln fallen grundsätzlich in die Zuständigkeit von Spanien, da eine ausschließliche Wirtschaftszone (AWZ) in diesem Bereich gilt. Die Wachsamkeit der Regierungen zielt genau darauf ab, man will die Bewirtschaftungsgewässer der Kanaren vor dem Einfluss des Königreiches Marokko schützen.

Am gestrigen Sonntag gab es bereits ein Gespräch mit der Außenministerin von Spanien, Margarita Robles, die bekräftigte, dass alle Kontrollinstanzen des Landes aufrechterhalten bleiben um die Interessen der Kanarischen Inseln und auch von Spanien zu schützen. Torres bekräftigte, dass „weder Spanien noch die Kanarischen Inseln es Marokko gestatten werden, einen Millimeter des kanarischen Gewässers im Gebiet des spanischen AWZ zu erlangen“.

Ob die Regierung von Marokko nochmals einen Versuch unternehmen wird, auf diese Weise das Territorium zu erweitern, ist ungewiss. Zwischen Spanien und Marokko kommt es immer mal zu „Konflikten“ dieser Art, auch bezüglich der ehemaligen Kolonie in der Sahara, denn Marokko will dieses Gebiet für sich beanspruchen, obwohl Spanien es nur freigegeben hat, unter der Bedingung, das es ein eigenständiges Land bleibt. – TF

Weitere Artikel zum Thema:
Marokko verschiebt Seegrenze – Weiter an die Kanaren herangerückt – Politisch problematisch, vom 18.12.2019

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