Weitere Fluggesellschaft (WOW-Air) meldet Insolvenz an – Gran Canaria und Teneriffa betroffen

Bild Info: Der nöchste Ferienflieger der nicht mehr starten wird ist WOW-Air aus Island. Bild: Wikipedia / Alf van Beem

Kanarische Inseln – Nach der Pleite von Germania hat nun eine weitere Fluggesellschaft Insolvenz angemeldet, die auch Gran Canaria und Teneriffa mit Touristen versorgt hat, die isländische WOW-Air. Verhandlungen mit den Gläubigern kamen zu keinem positiven Ergebnis heißt es aus Unternehmenskreisen, daher muss die Fluggesellschaft den Flugbetrieb einstellen. Im Jahr 2018 transportierte die Gesellschaft rund 25.000 Passagiere von Reykjavik nach Gran Canaria und Teneriffa. Das waren etwa 50% aller Touristen des kleinen Inselstaates im hohen Norden von Europa. Die Meisten davon (22.000) wurden im Übrigen nach Teneriffa gebracht.

Für den Nordeuropäischen Markt war WOW-Air damit eine der wichtigsten Fluggesellschaften geworden, für die Isländer war es deutlich leichter auf die Kanaren zu reisen, dies ist nun vorerst wieder vorbei. Die Flüge für die kommenden Tage wurden ersatzlos gestrichen, bedeutet also auch, dass die Touristen entweder hier festsitzen oder gar nicht erst herkommen können.

Das schon bekannte Prozedere ist auch bereits eingeleitet worden Passagiere können kein Geld zurückfordern oder nur mit viel Glück etwas bekommen, was Jahre dauern kann und müssen versuchen eine alternative Flugverbindung zu finden. Im Rahmen einer Pauschalreise muss der Reiseveranstalter schauen, wie man die Gäste nun unter bekommt. Man kann auch versuchen Zahlungen, die man per Kreditkarte geleistet hat, zu stornieren. Einige Fluggesellschaften haben bereits angekündigt die Passagiere über sogenannte “Rettungstarife“ zu befördern, also günstige Flüge um die Gäste nicht stranden zu lassen.

Die Frage, die sich unweigerlich stellt ist, wieso geht eine Fluggesellschaft nach der nächsten in die Pleite? Sind die Flüge doch zu billig oder die Kundenanzahl zu gering? Es bleibt abzuwarten wie das laufende Jahr weitergehen wird, für den Tourismus der Kanaren ist dies ein weiterer Negativpunkt. – TF

Ähnliche Beiträge