Gran Canaria – Der Motorsport auf den Kanarischen Inseln steht vor einem historischen Wendepunkt. Wenn am Donnerstag, den 23. April 2026, der Startschuss zur 50. Ausgabe der Rallye Islas Canarias fällt, ist diesmal alles eine Nummer größer. Die traditionsreiche Veranstaltung feiert nicht nur ihr goldenes Jubiläum, sondern markiert gleichzeitig die prestigeträchtige erneute Teilnahme im Kalender der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC). Um diesem Anlass gerecht zu werden, wurde das Format grundlegend erweitert: Erstmals erstreckt sich der Wettbewerb über insgesamt vier intensive Wettkampftage.
WICHTIG: Da man in den Bergen kaum eine nicht betroffene Straße findet, sollte man Ausflüge, wenn möglich, vermeiden. Parkplätze (siehe Bild) sind auch kaum vorhanden. Wenn man kein Motorsportfan ist, ist also das Wochenende zwischen dem 23. und 26. April 2026 kein gutes, um die Bergwelt zu besuchen!
Der Auftakt am Donnerstag beginnt für die Teams bereits in den frühen Morgenstunden mit dem Shakedown „Santa Brígida“. Auf einer Länge von 6,26 Kilometern haben die Fahrer hier die letzte Gelegenheit, ihre Fahrzeuge unter Wettbewerbsbedingungen abzustimmen. Doch das eigentliche Highlight für die Fans folgt am Nachmittag. Mit der Super-Sonderprüfung „BP Ultimate – Las Palmas de Gran Canaria“ betritt die Organisation Neuland im spanischen Motorsport. Zum ersten Mal in der Geschichte einer internationalen Rallye in Spanien wird eine Wertungsprüfung in einem Fußballstadion ausgetragen. Diese spektakuläre Show im Stadion von Gran Canaria dient nicht nur als Eröffnung, sondern bildet auch den emotionalen Abschluss der ersten großen Etappe.
Flexibilität nach dem Unwetter: Anpassungen im Streckenverlauf
Trotz der monatelangen Vorbereitungen sah sich das Organisationskomitee kurz vor dem Start mit einer großen Herausforderung konfrontiert. Ein heftiger Sturm hatte in weiten Teilen Gran Canarias schwere Schäden an der Infrastruktur hinterlassen. Betroffen war insbesondere die ursprünglich geplante Route für den Freitag. In enger Abstimmung mit dem Inselrat von Gran Canaria und den betroffenen Gemeinden gelang es jedoch, innerhalb kürzester Zeit eine hochwertige Alternative zu erarbeiten. Diese schnelle Reaktion unterstreicht die Professionalität der Veranstalter und stellt sicher, dass die Sicherheit für Fahrer und Zuschauer oberste Priorität behält.
Der Freitag bildet nun den ersten vollen Tag der Rallye und führt die Teilnehmer durch eine anspruchsvolle Schleife mit drei Wertungsprüfungen. Den Beginn macht der Abschnitt „Valleseco – Artenara“. Hier wurde der Startpunkt im Vergleich zur ursprünglichen Planung nach hinten verlegt, während der Zielbereich deutlich verlängert wurde, um die nötige Distanz zu wahren. Direkt im Anschluss folgt mit „Tejeda – San Mateo“ die längste Prüfung des Freitags. Experten erwarten, dass diese Passage aufgrund ihrer technischen Komplexität bereits eine Vorentscheidung über die Führungspositionen im Gesamtklassement herbeiführen könnte.
Den Abschluss des Freitags bildet die Prüfung „Mogán – La Aldea“. Das Besondere hierbei: Die Strecke wird in entgegengesetzter Richtung zur ursprünglichen Planung gefahren. Für die WRC-Elite bedeutet dies, dass sie auf einen völlig unbekannten Streckencharakter trifft, was für zusätzliche Spannung im Kampf um die Sekunden sorgt. Der Servicepark, das logistische Herz der Rallye, bleibt währenddessen fest im Stadion von Gran Canaria verankert, was für die Mechaniker und Teams kurze Wege und eine erstklassige Infrastruktur bedeutet.
Das entscheidende Wochenende: Marathon-Etappen und die Power Stage
Während der Freitag im Zeichen der Improvisation und neuer Herausforderungen stand, bleibt das Programm für Samstag und Sonntag stabil. Die Route entspricht den bereits im Februar vorgestellten Plänen und umfasst eine Gesamtdistanz von über 300 Zeitkilometern. Der Samstag gilt dabei als der klassische „Marathon-Tag“. Hier müssen die Piloten ihre Ausdauer unter Beweis stellen, insbesondere auf dem Abschnitt „Moya – Gáldar“. Dies ist die längste Wertungsprüfung der gesamten Rallye und bildet den Abschluss einer kräftezehrenden Schleife, die zuvor über „Maspalomas“ und „Arucas – Firgas – Teror“ führt.
Der Sonntag läutet schließlich das große Finale der Jubiläums-Rallye ein. Zwei völlig neue Abschnitte fordern die WRC-Teams ein letztes Mal heraus. Zunächst steht „Ingenio – Telde – Valsequillo“ auf dem Programm, eine Strecke, die durch ihren flüssigen, aber dennoch gefährlichen Verlauf besticht. Den krönenden Abschluss bildet die Wertungsprüfung „Santa Lucía – Agüimes“, die in diesem Jahr den Status der „Wolf Power Stage“ erhält.
In dieser finalen Phase geht es nicht mehr nur um den Gesamtsieg der Rallye Islas Canarias, sondern auch um wertvolle Bonuspunkte für die Weltmeisterschaft. Die weltweite TV-Übertragung wird diesen Abschnitt besonders in den Fokus rücken, wenn die Fahrer das letzte Risiko eingehen, um sich auf dem Podium der 50. Ausgabe zu verewigen. Mit diesem spektakulären Finale endet eine Rallye, die durch ihre Mischung aus Tradition, technischer Innovation und der Anpassungsfähigkeit der Organisatoren Geschichte schreiben wird.
Karte und alle Streckenabschnitte

Donnerstag 23/04
Shakedown – Santa Brígida 11:01 Uhr
– TC 1 BP Ultimate – Las Palmas de Gran Canaria 18:05 Uhr
Freitag 24/04
– TC 2 Valleseco – Artenara 08:20 Uhr
– TC 3 Tejeda – San Mateo 09:23 Uhr
– TC 4 Mogán – La Aldea 11:16 Uhr
– TC 5 Valleseco – Artenara 14:56 Uhr
– TC 6 Tejeda – San Mateo 15:59 Uhr
– TC 7 Mogán – La Aldea 17:52 Uhr
– TC 8 BP Ultimate – Las Palmas de Gran Canaria 20:25 Uhr
Samstag 25/04
– TC 9 Maspalomas 08:20 Uhr
– TC10 Arucas – Firgas – Teror 09:35 Uhr
– TC 11 Moya – Galdar 10:51 Uhr
– TC 12 Maspalomas 14:50 Uhr
– TC 13 Arucas – Firgas – Teror 16:05 Uhr
– TC 14 Moya – Galdar 17:21 Uhr
Sonntag 26/04
– TC 15 Ingenio – Telde – Valsequillo 07:35 Uhr
– TC 16 Santa Lucía – Agüimes 09:05 Uhr
– TC 17 Ingenio – Telde – Valsequillo 10:50 Uhr
– TC 18 Santa Lucía – Agüimes (Power Stage) 13:15 Uhr
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