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Gran Canaria History – Die Kaugummi-Marke „Chicles Tabay“ war die erste in Spanien

Das Patent wurde im Jahr 1945 registriert, start war in Las Palmas de Gran Canaria.

In diesem BLOG-Beitrag über Gran Canaria beschäftigen wir uns mal wieder mit etwas Geschichte der Insel. Mal wieder geht es um ein Unternehmen, das im Jahr 1946 in Las Palmas de Gran Canaria gegründet wurde. Das Unternehmen „Chicles Tabay“, ja richtig, es geht um Kaugummi. Diese Marke oder besser gesagt das Kaugummi von „Chicles Tabay“ war das erste in Spanien produzierte und zugelassene Kaugummi überhaupt. Das Patent zu den Kaugummis wurde allerdings schon im Jahr 1945 durch Augusto Hernández Rodríguez registriert.

Den Namen leitete man von dem Grundstoff des Kaugummis ab, denn dieser stammte aus der Tabaiba-Pflanze. Der Saft oder eher gesagt die Milch der Pflanze trug damals den Namen „Tabay“. Dieser wurde in große Kessel gefüllt, welche anschließend erhitzt wurden. Bei dem Erhitzungsprozess wurde aus der Milch dann eine köstliche und süße Paste, die man nur noch in Form bringen musste.

Damit man die Masse in Form bringen konnte, musste Einfallsreichtum her, so entschied man sich damals, alte Singer-Nähmaschinen zu verwenden. Man befestigte anstelle der Nadel ein scharfes Messer an der Nähmaschine und so konnte man die klebrige Masse in kleine Gummiquadrate zurechtschneiden. Damit war das Kaugummi fertig und war bereit zum Verkauf; natürlich musste es noch in eine Packung eingepackt werden.

Das Unternehmen selbst wurde allerdings schon im Jahr 1948 an ein anderes Unternehmen aus Katalonien verkauft, die Chada SA die den vollständigen Vertrieb für das Kaugummi übernahm. Die normale Verkaufseinheit enthielt 2 Kaugummis und die kleine Packung wurde für 1 Peseta verkauft. Die Vermarktung konzentrierte sich damals auf Sportler, insbesondere im Radsport wurde die Marke stark beworben, so gab es auch ein Radsport-Team, welches den Namen trug.

Nachdem die Popularität immer mehr zugenommen hatte, wurde nicht nur auf Gran Canaria der Saft der Pflanze geerntet, um diesen nach Katalonien zu schaffen, sondern auch im Süden von Teneriffa wurde dafür ein Werk errichtet. Die Sammlung des Saftes ist dabei relativ simpel, man musste lediglich einen Schnitt in den Stamm der Büsche machen, aus diesem trat der Saft über Nacht einfach aus. Die Schnittwunden an den Pflanzen regenerierten sich dann selbst.

Ganz überraschend, das Kaugummi war auf dem spanischen Festland extrem populär, wurde auf den Kanarischen Inseln aber tatsächlich nie selbst verkauft. Auf den Kanaren wurde der Saft der Tabaiba-Pflanze für den medizinischen Hausgebrauch meist im Mund verwendet, aber auch als Klebstoff kam der Saft zum Einsatz.

In den 1950er-Jahren begannen die US-Konzerne wieder mit ihrer Dominanz auch in Europa, dies war letztendlich der Todesstoß für das Kaugummi „Chicles Tabay“. Es war einfach nicht rentabel genug, um mit der Konkurrenz aus den USA mithalten zu können.

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