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Seen auf Gran Canaria nur noch bei 6 % der möglichen Wasserkapazität

Soria und Fataga Talsperren nahezu ausgetrocknet.

Lesedauer 2 Minuten

Gran Canaria – Nachdem auf der Nachbarinsel Teneriffa der Wassernotstand ausgerufen wurde, fragen sich alle, wann es auf Gran Canaria auch soweit sein könnte. Nun hat die Wasserbehörde von Gran Canaria (CIA) bekannt gegeben, dass bei der letzten Messung der großen Stauseen auf Gran Canaria ein Speicherstand von 6 % gemessen wurde. Dies sind weniger als 1,44 Millionen Kubikmeter Wasser. Der Soria-Stausee wurde nicht mitgerechnet, da diese als praktisch leer gilt. Darin befinden sich nur noch 54.320 Kubikmeter Wasser, dies, obwohl der See eine Kapazität von 13 Millionen hätte.

Die anderen Seen sehen nur minimal besser aus, denn auch die Fataga-Sperre gilt mit 1.010 Kubikmetern als vertrocknet. Der Gambuesa-See führt mit 683.987 Kubikmetern den höchsten Wasserstand aller Stauseen auf Gran Canaria. Er erreicht damit derzeit 51 % der möglichen Kapazität. Danach folgt der EL Mulato mit 299.375 Kubikmetern (39 %). Der zweitgrößte Stausee, der Chira führt derzeit 247.788 Kubikmeter und damit nur noch 4 % seiner Gesamtkapazität.

Seit dem letzten großen Wintersturm, Filomena, im Januar 2021 sanken die Pegelstände kontinuierlich ab. Damals hatten alle Stauseen zusammengerechnet eine Wassermenge von 5,43 Millionen Kubikmeter erreicht. Filomena füllt die Seen gut, insbesondere im La Aldea Tal waren alle Stauseen voll, selbst die Sria-Talsperre erreichte einen Füllstand von 1,52 Millionen Kubikmeter, was mehr ist, als der aktuelle Stand aller großen Seen zusammengerechnet. Doch dann begann die Trockenperiode und bereits bis Februar 2022 sank der Wasserstand auf 2,72 Millionen Kubikmeter. Jetzt sind es nur noch 1,44 Millionen. Seit dem Sturm aus dem Jahr 2021 sei kaum noch Wasser in die Seen nachgelaufen, gab die CIA an.

Bisher spricht auf Gran Canaria noch niemand von einem Wassernotstand. Aber wenn die Trockenphase so weiter anhalten wird, dann ist es letztendlich nur eine Frage der Zeit. Selbst wenn die Entsalzungsanlagen nun zügig fertiggestellt werden, es braucht Jahre, um über diese Anlagen die Stauseen auf der Insel zu füllen, die Frage ist, haben wir diese noch? – TF

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