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Akute Waldbrandgefahr auf Gran Canaria: Strenge Verbote ab Sonntag zum Schutz der Natur

Erfahren Sie hier, welche Gebiete und Aktivitäten betroffen sind.

Lesedauer 3 Minuten

Gran Canaria – Die nahende Hitzewelle auf den Kanarischen Inseln zwingt die Behörden zu drastischen Maßnahmen. Um die einzigartige Natur und die Bevölkerung zu schützen, hat das Cabildo von Gran Canaria eine umfassende Waldbrandwarnung ausgerufen. Ab Sonntag, dem 5. Juli, um 8:00 Uhr morgens gelten auf der gesamten Insel strenge Sicherheitsregeln und Verbote ab einer Höhe von 400 Metern über dem Meeresspiegel. Das oberste Ziel der Inselregierung ist klar: Jedes Risiko für den Ausbruch eines Feuers muss durch aktive Prävention im Keim erstickt werden.

Prävention hat Vorrang: Warum diese Maßnahmen lebenswichtig sind

Durch die extrem hohen Temperaturen und die extreme Trockenheit der Vegetation reicht bereits ein winziger Funke aus, um eine Naturkatastrophe auszulösen. Aus diesem Grund setzt das Cabildo in diesem Sommer konsequent auf maximale Vorsorge. Die Behörden appellieren an die Eigenverantwortung von Einheimischen und Touristen, denn der beste Brandschutz beginnt beim bewussten Verhalten jedes Einzelnen. Die Verbote dienen als Schutzschild für die Tier- und Pflanzenwelt der Insel und sollen verhindern, dass Einsatzkräfte in lebensgefährliche Situationen gebracht werden.

Strikte Verbote für Feuer und Freizeitaktivitäten im Grünen

Um das Risiko von Waldbränden zu minimieren, wurden weitreichende Einschränkungen für den Freizeitbereich beschlossen. Folgende Aktivitäten sind ab Sonntag in allen Freiflächen, Herbergen, Campingplätzen sowie auf Erholungs- und Rastplätzen des Straßennetzes komplett untersagt:

  • Absolutes Feuerverbot: Das Entzünden von Feuern ist im gesamten Risikogebiet verboten. Dies umfasst auch die Nutzung von tragbaren Grillgeräten, Campingkochern und mobilen Feuerstellen jeglicher Art.
  • Sperrung von Naturgebieten: Der beliebte Campingplatz Llanos de La Mimbre sowie das Erholungsgebiet Tamadaba bleiben bis auf Weiteres komplett geschlossen. Auch die Zufahrtsstraße GC-216 ist für den allgemeinen Verkehr gesperrt. Nur Anwohner und Rettungsdienste dürfen diese passieren.
  • Wegesperrungen im Forst: Das Betreten und Durchwandern von Berg- und Waldgebieten, einschließlich aller Wanderwege und Pfade, ist strengstens untersagt. Ausgenommen sind lediglich Personen, die direkt im Brandschutz, der Überwachung oder der notwendigen Weidewirtschaft tätig sind.

Einschränkungen für Landwirtschaft, Handwerk und Jagd

Auch die wirtschaftliche und traditionelle Nutzung der Naturgebiete wird stark reglementiert, um potenzielle Gefahrenquellen konsequent auszuschließen. Alle bereits erteilten Genehmigungen für land- und forstwirtschaftliche Brandrodungen – wie das Verbrennen von Stoppeln, Weiden oder Schnittabfällen – sind vorübergehend und bis auf Weiteres ausgesetzt.

Zudem ist der Einsatz von pyrotechnischen Materialien wie Feuerwerk sowie von Maschinen, die Funken, Verpuffungen oder elektrische Entladungen erzeugen können, in einer Schutzzone von 400 Metern um die Wälder herum verboten. Selbst die traditionelle Holzkohleherstellung und der Einsatz von Rauch in der Bienenzucht müssen pausieren. Um zusätzlichen Druck von der Tierwelt zu nehmen und Menschen aus den Gefahrenzonen fernzuhalten, wurde zudem die Jagd auf der gesamten Insel vorübergehend komplett ausgesetzt.

Ausnahmen und richtiges Verhalten im Alltag

Wichtig für Anwohner und Urlauber zu wissen: Diese strengen Einschränkungen betreffen laut den offiziellen Karten des Departments für Umwelt, Klima, Energie und Wissen nicht die Gebiete, die sich im Umkreis von einem Kilometer um das direkte Stadtgebiet befinden. Dennoch gilt inselweit erhöhte Wachsamkeit.

Das Cabildo erinnert eindringlich daran, dass das Wegwerfen von brennenden Gegenständen (wie Zigarettenkippen) oder anderen brandauslösenden Materialien streng verboten ist und hart bestraft wird. Die beste Prävention ist die Aufmerksamkeit der Bürger: Wenn Sie Rauch oder ungewöhnliche Brandgerüche bemerken, zögern Sie nicht und wählen Sie sofort den Notruf 112. Nur durch gemeinsame Vorsicht lässt sich die grüne Lunge Gran Canarias in dieser kritischen Hitzeperiode schützen. – TF


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