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Waldbrand-Alarm auf den Kanaren: Extreme Hitze bedroht Teneriffa und Gran Canaria

Für die anderen Inseln noch kein Alarm.

Lesedauer 2 Minuten

Kanaren – Sommer, Sonne und Urlaubsstimmung – doch auf den Kanarischen Inseln braut sich derzeit eine gefährliche Wetterlage zusammen. Wegen einer bevorstehenden, intensiven Hitzewelle hat die kanarische Regierung offiziell den Waldbrand-Alarm ausgerufen. Dieser wurde erst am gestrigen DOnnerstag aufgehoben… Ab Sonntag, dem 5. Juli, gilt auf den beliebten Urlaubsinseln Gran Canaria und Teneriffa höchste Vorsicht. Die Behörden mahnen Einheimische und Touristen zu extremer Wachsamkeit.

Katastrophenschutz aktiviert Notfallplan

Die Generaldirektion für Katastrophenschutz startet den Alarmzustand am Sonntag pünktlich um 8:00 Uhr morgens. Diese Entscheidung basiert auf den aktuellen Daten der staatlichen Wetterbehörde (Aemet). In Kraft tritt dabei der spezielle Sonderplan für Waldbrände (INFOCA), um im Ernstfall sofort handlungsfähig zu sein.

Der Alarm gilt für klar definierte Gebiete, in denen das Risiko am höchsten ist:

  • Gran Canaria: In allen Höhenlagen ab 400 Metern über dem Meeresspiegel.
  • Teneriffa: Im gesamten Mittelgebirge sowie in den Gipfelregionen im Süden und Westen der Insel.

Thermometer klettern auf fast 40 Grad

Auslöser für die akute Warnung ist eine mehrtägige Hitzewelle. Diese erreicht am Sonntag zunächst die östlichen Inseln und breitet sich im Laufe der Woche auf dem gesamten Archipel aus. Besonders ab Dienstag wird mit einem spürbaren Temperaturanstieg gerechnet.

Für Gran Canaria werden bereits am Sonntag Spitzenwerte von 34 bis 36 °C prognostiziert. Am Montag könnte das Thermometer im Landesinneren, in den südlichen Mittellagen sowie im Tejeda-Becken sogar knapp 38 °C erreichen. Auch auf Teneriffa wird es extrem heiß: Hier drohen Temperaturen zwischen 32 und 35 °C, vor allem an den Südhängen und im Mittelgebirge.

Trockenheit und Wind als Brandbeschleuniger

Was die Situation für die Feuerwehren besonders kritisch macht, ist die Kombination aus Hitze, Wind und extremer Trockenheit. Über den Bergen bildet sich eine warme, trockene Luftmasse. Die relative Luftfeuchtigkeit sinkt in diesen Höhenlagen auf unter 30 Prozent – die Vegetation trocknet dadurch rasant aus.

Zusätzlich wehen mäßige Passatwinde aus Nordost, die in exponierten Lagen und zwischen den Inseln starke Böen erreichen können. Diese Winde werden von den Behörden genau überwacht, da sie ein potenzielles Feuer rasend schnell vorantreiben könnten. Ein leichter Calima-Dunst aus Afrika wird ebenfalls erwartet, soll die Lage vorerst aber nicht maßgeblich beeinflussen.

Lage bleibt dynamisch

Da sich die Hitze von Montag bis Mittwoch voraussichtlich weiter ausbreitet, behält sich die Regierung vor, die Warnungen auch auf andere Inseln auszuweiten. Die Situation wird rund um die Uhr analysiert. Urlauber und Bewohner werden dringend gebeten, offenes Feuer im Freien strikt zu vermeiden, keine Zigarettenstummel wegzuwerfen und den Anweisungen der lokalen Sicherheitskräfte unbedingt Folge zu leisten. – TF

Weitere Artikel zum Thema:
Kanaren „nur“ noch auf Vorwarnung wegen Waldbrandgefahr, vom 02.07.2026
Gran Canaria BLOG: Waldbrandgefahr im Sommer – Die Regeln für Feuer & Co. in den Bergen

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