Las Palmas – Die wichtigste Verkehrsschlagader von Las Palmas de Gran Canaria steht vor einer beispiellosen Einschränkung: Ab Sonntag, dem 2. August, wird die Ringstraße GC-3 im Bereich des Guiniguada-Viadukts in beide Richtungen voll gesperrt. Das Ministerium für öffentliche Arbeiten, Infrastruktur, Architektur und Wohnungsbau des Inselrats von Gran Canaria hat mit den Vorbereitungen für diese fundamentale Infrastrukturmaßnahme begonnen. Autofahrer müssen sich im gesamten August auf weitreichende Umleitungen einstellen.
Warum wird die GC-3 in beide Richtungen gesperrt?
Der Grund für die drastische Maßnahme sind zwingend notwendige Abdichtungsarbeiten an den Fahrbahnen des Guiniguada-Viadukts. Laut Augusto Hidalgo, Vizepräsident des Inselrats, sind diese Arbeiten unerlässlich, um die strukturelle Sicherheit, den Erhalt und die Langlebigkeit dieser für die Insel strategisch essenziellen Brücke zu gewährleisten.
Aufgrund der hohen Komplexität der Sanierung ist eine Ausführung bei fließendem Verkehr oder lediglich in den Nachtstunden nicht möglich. Die Arbeiten müssen tagsüber stattfinden, was eine 24-stündige Vollsperrung der jeweils betroffenen Richtungsfahrbahn unumgänglich macht.
Der Zeitplan: Ein Monat im Ausnahmezustand
Die Sperrung erstreckt sich über den gesamten Monat August und wird in zwei Phasen unterteilt, um die GC-3 sukzessive in beide Richtungen zu sanieren:
- Phase 1 (ab 2. August für ca. 15 Tage): Vollsperrung der Fahrspuren in Richtung Norden (Richtung Tamaraceite und Arucas). Hierbei handelt es sich um die dem Meer zugewandte nördliche Fahrbahn.
- Phase 2 (im Anschluss für weitere 15 Tage): Sobald die Nordrichtung freigegeben ist, folgt die Vollsperrung der Fahrspuren in Richtung Süden (landseitige Fahrbahn). Diese wird voraussichtlich bis zum 30. August andauern.
Die offiziellen Umleitungsstrecken im Überblick
Da die GC-3 als wichtigster Verteilerring der Hauptstadt ausfällt, wird der Verkehr primär über die Avenida Marítima umgeleitet. Das Tiefbauamt hat folgende alternative Routen festgelegt:
- Während der Sperrung Richtung Norden: Der Verkehr wird über die San-José-Tunnel (GC-31) auf die Avenida Marítima geführt und von dort durch die Julio-Luengo-Tunnel auf die GC-2 geleitet. Hinweis: Die Zufahrt nach Lomo Blanco, Tafira oder El Zurbarán soll nach Möglichkeit über die Auffahrt durch den San-José-Tunnel (GC-31) aufrechterhalten werden.
- Während der Sperrung Richtung Süden: Die Umleitung erfolgt über die La-Ballena-Tunnel (GC-23) zur Julio-Luengo-Straße, weiter auf die Avenida Marítima und von dort aus auf die Autobahn GC-1.
Vorbereitungen mit modernster Technik abgeschlossen
Die ersten Hinweisschilder wurden bereits von der beauftragten Firma Lopesan Asfaltos y Construcciones installiert, unter anderem an der Einfahrt zum Santo-Domingo-Tunnel sowie auf der San-José-Tunnelstraße. In den kommenden Wochen wird die Beschilderung massiv ausgeweitet.
Um böse Überraschungen während der Bauphase zu vermeiden, nutzten Techniker die nächtlichen Sperrungen der vergangenen Wochen, um die über 18.000 Quadratmeter große Fläche beider Fahrbahnen mit hochmodernem Bodenradar zu scannen. So konnten bereits im Vorfeld kleinste Unebenheiten im Beton unter der Asphaltdecke exakt lokalisiert werden.
Verkehrsaufkommen: Warum der August gewählt wurde
Eine Vollsperrung der GC-3 in beide Richtungen ist ein massiver Eingriff in die Mobilität der Insel. Ein spezifisches Verkehrsgutachten des Technischen Dienstes rechtfertigt jedoch den Zeitpunkt: Im August verzeichnet die Ringstraße das geringste Verkehrsaufkommen des Jahres. Täglich sind zwischen 5.000 und 10.000 Fahrzeuge weniger unterwegs; an Sonntagen sinkt die Zahl sogar um bis zu 20.000 Fahrzeuge im Vergleich zu einem regulären Werktag.
Experten gehen davon aus, dass die zu erwartenden Staus auf den Umleitungsstrecken in etwa dem entsprechen werden, was Pendler während der Hauptverkehrszeiten im restlichen Jahr gewohnt sind. Das Verkehrschaos soll somit beherrschbar bleiben.
Millioneninvestition in die Sicherheit
Die Arbeiten am Guiniguada-Viadukt sind Teil eines weitaus größeren Großprojekts. Insgesamt werden 11 Kilometer der Ringstraße für 18,7 Millionen Euro saniert. Allein die nun anstehenden Abdichtungsarbeiten am Viadukt, die als „Los 2“ des Projekts von Lopesan durchgeführt werden, schlagen mit 2,2 Millionen Euro zu Buche.
Der Inselrat bittet alle Verkehrsteilnehmer um Verständnis und Kooperation. Es wird dringend empfohlen, Fahrten im August im Voraus zu planen, mehr Zeit einzuplanen, die ausgeschilderten alternativen Routen zu nutzen oder auf den öffentlichen Personennahverkehr umzusteigen. – MF
Frisches AMAZON TOP-Angebot eingetroffen, nicht verpassen!
Alle News immer sofort auf das Handy? Jetzt unseren Telegram-Kanal abonnieren.
NEU: Folgen Sie Infos-GranCanaria.com direkt bei Google-News!
Jetzt auch unseren WhatsApp-Kanal abonnieren, um immer die neusten News zu erhalten!
Infos-GranCanaria.com ist auch blei BlueSky! HIER folgen!
