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Beinahe-Katastrophe auf dem Gipfel: Kerzen lösen Feueralarm am Roque Nublo aus

Brennende Kerzen im trockenen Nadelkissen, wie kann man nur?

Lesedauer 2 Minuten

Tejeda – Am Dienstagabend hat das aufmerksame Handeln eines Urlaubers eine mögliche Naturkatastrophe auf Gran Canaria verhindert. Im Gipfelbereich der Insel, nahe dem symbolträchtigen Monument Roque Nublo, brach ein Entstehungsbrand aus, der von den alarmierten Einsatzkräften jedoch rasch eingedämmt werden konnte.

Schneller Notruf verhindert Ausbreitung der Flammen

Gegen 21:00 Uhr war ein Urlauber vom spanischen Festland auf einer Route durch das bergige Inselinnere unterwegs, als er auf eine ungewöhnliche Situation am Straßenrand aufmerksam wurde. Ein zuvor vorausfahrender Autofahrer versuchte dort bereits verzweifelt, die Ausbreitung von Flammen im trockenen Unterholz zu verhindern. Da der Mann kein Mobiltelefon mit sich führte, setzte der Tourist umgehend den Notruf ab.

Die unverzüglich alarmierte Waldfeuerwehr der zentralen Gipfeleinheit trafen kurz darauf am Einsatzort ein. Den Rettungskräften gelang es durch ein zügiges und gezieltes Eingreifen, das Feuer rasch unter Kontrolle zu bringen und vollständig zu löschen. Nach ersten Erkenntnissen verbrannte eine Fläche von etwa fünf Quadratmetern im Kiefernwald.

Brennende Kerzen im trockenen Nadelkissen

Die mutmaßliche Ursache des Feuers sorgt für Unverständnis: Am Ort des Geschehens wurden zwei brennende Wachskerzen entdeckt, die direkt auf der sogenannten Pinocha – der Schicht aus trockenen Kiefernnadeln – aufgestellt worden waren. Eine offizielle behördliche Bestätigung zu diesem Detail steht derzeit noch aus. Das Entzünden von offenem Feuer auf trockenem Waldboden stellt eine erhebliche Bedrohung für das fragile Ökosystem und das Umwelterbe von Gran Canaria dar.

Kritische Wetterlage erhöht Waldbrandgefahr

Der Vorfall ereignete sich in einer ohnehin angespannten Lage. Aufgrund der hohen Temperaturen in der zweiten Septemberwoche gilt auf Gran Canaria weiterhin eine erhöhte Warnstufe für Waldbrände. Anhaltende Hitze und extreme Trockenheit verwandeln die bewaldeten Höhenlagen der Insel in leicht entzündliches Terrain.

Die Inselbehörden mahnen Anwohner sowie Touristen kontinuierlich zur Wachsamkeit. Bereits kleine Unachtsamkeiten oder leichtsinniges Verhalten können in den trockenen Sommermonaten verheerende Großbrände auslösen. Dank der Zivilcourage des Touristen und des raschen Eintreffens der Feuerwehr blieb der Vorfall am Roque Nublo ohne schwerwiegende Folgen für die Natur. – TF

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