Schattenwirtschaft der Kanaren liegt bei 28% – Endgültige Zahlen für 2012

Bild Info: Die Baubranche ist nur zu einem kleinen Teil an der Schattenwirtschaft beteiligt. Bild: Screenshot Television Canarias

Kanarische Inseln – Die endgültigen Zahlen für das Jahr 2012 zur kanarischen Schattenwirtschaft wurden veröffentlicht. Nach den neusten Erkenntnissen erreicht die Schattenwirtschaft 27,9% des kanarischen Bruttoinlandsprodukts (BIP). Diese Zahl beruht auf Daten des Finanzministeriums, welches auch die neusten Schätzungen des nationalen Statistikinstitutes berücksichtigt. Demnach soll das BIP der Kanaren im Jahr 2012 40,16 Milliarden Euro betragen haben und die Schattenwirtschaft soll 11,204 Milliarden Euro erreicht haben.

In Ländern wie Deutschland (13,1%) Frankreich (10,8%) oder Großbritannien (10,1%) sei die Schattenwirtschaft deutlich geringer. Aber in Italien, Portugal und Griechenland sei diese wesentlich höher.

Die schlimmste Region in Spanien ist im Übrigen Extremadura mit 31,1% an Schattenwirtschaft. Überrascht seien die Analysten von Madrid, denn hier sei die Schattenwirtschaft bei „nur“ 17,3% des BIP.

Die Gründe für die Größe der Schattenwirtschaft sind komplex, jedoch gehen die Experten davon aus, dass das Steuersystem der Kanaren einen wichtigen Anteil an dem Ganzen habe. Denn dieses fördert eine komplexe wirtschaftliche Struktur, so die Experten. Kombiniert mit der breiten Verteilung der Industrie auf den Kanaren und dem Faktor der geringen Ausbildungsquote sei dies ein „explosiver Cocktail“, der die Schattenwirtschaft beflügelt. – TF

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