Gaypride Parade lockte rund 80.000 Besucher an

Bild Info: Bunte Flaggen des Regenbogens überall auf der Parade und am Streckenrand. Bild: Paso Chico Gay Bungalows

Playa del Inglés – Am gestrigen Samstag rollte endlich die lang ersehnte Parade zum Gaypride Maspalomas durch Playa del Inglés. Die Behörden sprechen von etwa 80.000 Besuchern, die an der Paradestrecke standen, um diese zu bewundern. Insgesamt 25 Trucks in den bunten Farben des Regenbogens zogen vom RIU Palace bis zum CC Yumbo um für Toleranz und Vielfalt zu werben. Eine deutlich geringere Anzahl an Fahrzeugen als man dies bisher kannte, der Grund ist der Veranstalter mit diversen Absagen an Teilnehmer ohne konkrete Begründung.

Die Regenbogenfahne wurde 1978 von Gilbert Barker geschaffen und war am gestrigen Samstag überall präsent. Sei es auf den Wagen und den Kostümen, Hüten, Badeanzügen und Schuhen der Teilnehmer dieses Marsches sowie auf den Balkonen der Hunderten von Touristenwohnungen der angeschlossenen Gebäude an der Paradestrecke.

Maspalomas ist tatsächlich stolz, denn man ist das Reiseziel Nummer 1 für den Europäer für die schwule Szene. Aus diesem Grund unterstützt die Gemeinde natürlich auch die Gaypride-Veranstaltung seit Jahren. Auch das lokale TV überträgt seit Jahren LIVE von der Parade. Das können viele andere Gayprides nicht für sich verbuchen.

Natürlich nehmen auch Politiker der Gemeinde an dem Pride teil, denn auch wenn Spanien sehr weit ist bei den rechten für Schwule, Lesben und Transgender, es gibt noch immer Punkte die der Nachbesserung bedürfen. So nahm zum Beispiel Elena Máñez von der PSOE teil und erinnert daran, dass „viele Schwule, Lesben und Transsexuelle diese Freiheit in Spanien nicht genießen und deshalb Selbstmord begehen angesichts des sozialen Drucks der Gesellschaft“. Daher steht die Politikerin dafür ein das Gesetz für Transsexualität auf den Kanarischen Inseln zu reformieren. Es muss in der Gesellschaft noch akzeptiert werden.

Die Veranstalter sprechen wieder von 200.000 Menschen, die den Pride in den letzten Tagen besucht haben. Zudem sei eine Belegung von 97% bei den Unterkünften zu verzeichnen. Hier wieder der Kritikpunkt, der seit nun drei Jahren Gültigkeit hat: Die hohe Belegung an lediglich 2 oder 3 Tagen von 10 ist nicht ausreichend um diese Veranstaltung weiterhin als Erfolg zu verbuchen, da erlangen andere Veranstaltungen höhere Belegungsquoten über 7 bis 10 Tage.

Wir dürfen gespannt sein, wie die Geschichte des GayPride Maspalomas weitergeht und wann der nächste genau stattfinden wird, wir werden natürlich berichten. – TF

Weitere Artikel zum Thema:
Gaypride Maspalomas: Mehr nationale Gäste, weniger Umsatz und weniger Auslastung, ist der Pride im Abstieg?, vom 07.05.2018

Weitere Links zum Thema:
Paso Chico Gay Bungalows – Danke für die Bilder, mehr auf der Facebookseite der Gayanlage!

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