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Siam Park Gran Canaria: Unternehmen erwägt Marco Aurelio Perez vor Gericht zu ziehen

Bild Info: Werden sich die Loro Parque Gruppe und der Bürgermeister von San Bartolomé de Tirajana hier wieder treffen? Bild: Infos-GranCanaria.com

Playa del Inglés – Die Reaktion der Loro Parque Gruppe auf die Aussagen von Marco Aurelio Perez, dem Bürgermeister von San Bartolomé de Tirajana haben nicht lange auf sich warten lassen. Man will notfalls vor Gericht gehen, sofern der Bürgermeister sich nicht an das Gesetz hält so die Kernaussage. Es ist eine „Überraschung“ das es eine „große Anzahl an Unstimmigkeiten“ in den Aussagen des Bürgermeisters gebe. So Quellen gegenüber der Tageszeitung Canarias 7. Auf der Pressekonferenz des Bürgermeisters ist ja immer noch vieles abgelehnt worden, was eigentlich aus Sicht der Gruppe hätte nicht abgelehnt werden können oder zumindest anders dargestellt werden müssen.

Das Unternehmen der Familie Kiessling vertraut aber weiterhin darauf, dass es eine Lösung gibt. Gleichzeit warnt man jedoch auch davor, dass man vor Gericht ziehen wird, sollte der südliche Stadtrat seine „Zusagen“ nicht erfüllen. Laut Loro Parque sind die Aussagen des Bürgermeisters in keinster Weise „realitätsgetreu“, wie beispielsweise dessen Behauptung, dass er den Siam Park Gran Canaria in jeder Weise unterstütze. Auch die „Tatsachen auf der Verwaltungsebene die durch entsprechende Akte und Resolutionen manifestiert werden“ verhindern so einiges. Ebenso die „Unterwerfung der Verwaltung unter den Grundsatz der Rechtssicherheit“ sei nicht richtig. Laut Loro Parque „wird dies nicht vom Rat eingehalten“.

Das Management beharrt darauf, dass sie seit dem Beginn der Tätigkeiten auf Gran Canaria immer „respektvoll“ und korrekt mit dem Gesetz umgegangen sind, jede einzelne noch so kleine Notwendigkeit wurde eingehalten, um ein gutes Ende eines jeden Projektes zu erreichen. Auch der Kauf des Grundstücks wurde mit der „Duldung des genannten Stadtrates“ durchgeführt. Man ist allerdings auch der Auffassung, dass die Rechtmäßigkeit „nicht nur vom Verwalter, sondern auch von der Verwaltung eingehalten werden muss“. Im Zuge dieser Aussage wurde daran erinnert, dass erst am 7. Dezember 2017 der Plan zur Modernisierung vom Gemeinderat für den Bereich El Veril verabschiedet wurde. Dies sollte als rechtliche Grundlage die Straffung eines Verfahrens beschleunigen, nicht dieses lähmen. Alle natürlich auch unter dem Auge des Cabildo de Gran Canaria, welches das Projekt als Projekt mit besonderem allgemeinen Interesse eingestuft hatte. Allerdings wird dieser Modernisierungsplan nun stetig dafür genutzt um „die Fristen zu verlängern und die Geduld des Antragsstellers zu beenden“.

Die Aussage des Bürgermeisters, dass die Gruppe den wirtschaftlichen Verpflichtungen nicht nachkommen will, hält das Unternehmen für eine Art im „Kreis tanzen“. Denn „bis heute ist die Loro Parque Gruppe immer allen Verpflichtungen nachgekommen. Sei es beim Landkauf, an dem die Gemeinde auch schon 390.000 Euro verdient hat als Übertragungssteuer oder die Baukosten für die Kanalisierung in Höhe von über 2,2 Millionen Euro“. Perez behauptete ja, dass die Gruppe die 1 Million Euro Sondersteuer (die mit dem Gesetz vom 7. Dezember eingeführt wurde) nicht zahlen will.

Die Gruppe sagte jedoch, man sei „bereit solche Beträge zu zahlen“, allerdings wisse der Bürgermeister, dass diese Summe in einem entsprechenden Verfahren der Gemeinde zukommen muss, zudem sei eine entsprechende Baugenehmigung notwendig, „die Baugenehmigung liegt jedoch nicht vor“, so das Unternehmen. Hingegen gäbe es bereits eine Bankbürgschaft über diese Summe.

Das Unternehmen geht allerdings noch weiter, es gäbe ein „Muster in der Gemeinde“, das immer klarer wird, wenn man das gesamte Bild betrachtet. Erst am 18. Januar 2018 habe man einen entsprechenden abgeänderten Antrag gestellt, der den neuen Modernisierungsplan berücksichtige. Obwohl man „einziger Besitzer des Grundstückes ist“ das Landgesetz sieht in solchen Fällen vor, dass man nämlich beide Arbeiten, auf dem Grundstück und auf den öffentlichen Grund gleichzeitig durchführen kann. Am 10. April habe die Gemeinde dies jedoch verweigert, obwohl „der Bürgermeister hier etwas anderes behauptet“.

Weitere Ablehnungen gegenüber der Loro Parque Gruppe gab es auch, denn man hatte einen Antrag bei der Gemeinde am 8. März 2018 gestellt Bushaltegenehmigungen zu erhalten damit man den Touristen anbieten könne diese in das Poema del Mar nach Las Palmas zu bringen und anschließen wieder zurück. Später sollte dies mit dem Siam Park kombiniert werden. Am 24. April 2018 lehnte die Gemeinde den Antrag „überraschend und mit Anzeichen von fehlendem Interesse ab“. Dazu wurde eigens ein Dekret erlassen, um diesen Antrag abzulehnen.

Eine weitere Aktion gegen die Gruppe war die Anordnung eine Werbetafel zu entfernen. Mit einer neuen „städtischen Richtlinie“ wurde der Gruppe am 20. Juni 2018 vorgeschrieben das Werbeschild für das Poema del Mar, welches an der GC-1 zu sehen war, zu entfernen. Allerdings gab es am 2. Dezember 2014 eine entsprechende Genehmigung der Gemeinde auf Antrag, dass dieses Schild aufgestellt werden darf. Angeblich habe die Loro Parque Gruppe den Werbeanspruch verändert, daher wurde die Genehmigung widerrufen.

Unglaubliche Vorgehensweisen die sich da öffnen. Bei der Gemeindeverwaltung scheinen derzeit einige Dinge gewaltig in die falsche Richtung zu laufen. Es erweckt den Anschein, als könne man nur etwas von der Gemeinde bekommen, wenn man in irgendeiner Weise dafür bezahlt. Ob da auch Korruption im Spiel ist, ist schwer zu sagen und wir können das werde Behaupten noch Bestätigen. Ein Gedanke, den sich jeder selbst machen muss.

Allerdings hat es jeder in der Hand! Denn im kommenden Jahr sind Wahlen auch in der Gemeinde. Die Gemeinde lebt zu 90% von Ausländern allerdings wählen diese selten die Gemeindeverwaltung, viele Geschäfte, besonders im Tourismus werden von Ausländern geführt, auch das Siam Park Projekt stammt aus Deutscher Hand. Man hat es bei den Wahlen selbst in der Hand, wir können jedem Residenten nur empfehlen, sich für die Wahl bis ende Dezember registrieren zu lassen, um der Stadtverwaltung endlich die Grenzen aufzuzeigen, denn man muss sich fragen, will man von Menschen regiert werden die im Süden leben oder von Menschen die vom Süden leben, wie der derzeitige Bürgermeister? – TF

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