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Cabildo fordert Änderungen in Höhe von 25 Mio € beim Wasserkraftwerk Soria/Chira

Bild Info: Bei der Pressekonferenz gestern erklärte Morales (Mitte) was er gena für Foderungen an REE hat. Bild: Cabildo de Gran Canaria

Gran Canaria – Das Cabildo de Gran Canaria fordert von REE (Red Electrica España) Änderungen am eingereichten Bauprojekt zum Wasserkraftwerk zwischen den Stauseen Chira und Soria. Diese Änderungen würden zusätzliche Kosten in Höhe von 25 Millionen Euro mit sich bringen und damit das geplante Budget von 391 Millionen Euro auf einen neuen Wert von rund 416 Millionen Euro hinauftreiben. Die teilte am gestrigen Montag der Inselpräsident Antonio Morales (NC) auf einer Pressekonferenz mit.

Insgesamt umfasst das Dokument 500 Seiten und einer der Hauptpunkte die geändert werden sollen sind die Hochspannungsleitungen. Diese sollen während der Hauptbetriebszeit rund 36% des gesamten Strombedarfs der Insel Gran Canaria decken können. Die Leitungen sollten in einem Kanal, der parallel zur Zufahrtsstraße gebaut wird verlegt werden. Man möchte keinerlei Strommasten in dem Gebiet, wenn es nicht unbedingt notwendig ist. Die zusätzlichen Planungskosten werden im Übrigen vom Cabildo de Gran Canaria getragen.

Eine weitere Forderung an REE ist, dass das ausgehobene Material, welches entfernt werden muss, um die Höhle der Anlage zu bauen, in dem Gebiet Cañada del Burro verwendet wird, um diese wieder aufzubereiten, wie dies genau gemeint ist und wie dies dann aussehen wird, ist unklar.

Eine weitere Forderung ist, dass die Landwirtschaft garantiert mit Wasser versorgt werden kann, auch im Normalbetrieb des Kraftwerkes. Auch zukünftige Erweiterungen, wie beispielsweise zwischen Soria und dem See Las Niñas sollten dafür gleich berücksichtigt werden. Dafür sollte die Tageskapazität der Entsalzungsanlage in Arguineguin auf 7.800 Kubikmeter Wasser angehoben werden. Dann könnten auch Überschüsse dazu verwendet werden die Gemeinden Mogán und San Bartolomé de Tirajana zu versorgen. Dadurch würde auch die Notwendigkeit einer weiteren Anlage dieser Art in der Zukunft entfallen.

Morales betonte zum Schluss, dass diese „geforderten Änderungen mit den allgemeinen Kriterien des Projektes übereinstimmen und damit die Anpassung an die Planungs- und Umweltanforderungen des Öko-Insel-Modells vorgenommen werden“. Dieses Modell ist der aktuellen Regierung rund um Antonio Morales sehr wichtig und man versucht es mit allen mitteln durchzusetzen, bisher recht erfolgreich. – TF

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