Kosten in Millionenhöhe für die kanarische Tabakindustrie – Neue EU Verordnung gegen illegalen Handel in Kraft

Bild Info: Die neuen alphanumerischen Codes auf den Zigarettenschachteln (schwarz oder grau) am Unterboden. Bild: Infos-GranCanaria.com

Kanarische Inseln – In der EU gibt es immer mal wieder neue Regeln, seit dem 20. Mai 2019 ist wieder eine in Kraft, diesmal geht es darum die illegale Tabakindustrie auszutrocknen. Dafür wurden eine neue Kodierung für Tabakerzeugnisse eingeführt. Auf der Unterseite der Packung muss nun ein Feld vorhanden sein, in diesem Feld befindet sich ein alphanumerischer Code, dieser Code dient dazu genau festzustellen, woher die Zigaretten stammen. Man kann die gesamte Produktionskette anhand dieses Codes verfolgen, ähnlich wie bei Eiern.

Für den Endverbraucher ändert sich durch diese neue Regelung nichts, es gibt zudem eine Übergangsfrist bis Mai 2024, nicht alle Tabakerzeugnisse werden ab sofort dazu verpflichtet diese Codierung zu verwenden. Dies folgt schrittweise. In Spanien müssen Siech Verkaufsstellen für Tabakprodukte zudem registrieren, bei der Fábrica Nacional de Moneda y Timbre (FNMT). Dies haben natürlich noch lange nicht alle Geschäfte getan. Auf den Kanaren haben es SPAR und Hiperdino bereits problemlos erledigt, es gibt aber noch 6.000 weitere Verkaufsstellen, von diesen haben sich erst wenige registriert.

Am meisten ändert sich dadurch aber für die Tabakfabriken und Großhändler. In Spanien gibt es vier Tabakfabriken, die sind alle auf den Kanarischen Inseln ansässig, diese mussten für mehrere Millionen Euro die Produktionsketten umstellen, damit man dem neuen Gesetz entsprechen kann. Ähnliches gilt für die Großabnehmer, die das finale Abpacken durchführen.

Ob diese Regelung letztendlich ein Erfolg wird bleibt allerdings abzuwarten, auch wenn diese Codes einzigartig sind, wird es sicherlich auch hier entsprechende Fälschungen geben. – TF

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