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Erneuter Versuch, mit einer Schnecke das Pumpspeicherkraftwerk zu verhindern!

Man scheiterte mit den Schnecken bereits im Jahr 2022...

Gran Canaria – Das Bündnis „Salvar Chira-Soria“ will es einfach nicht aufgeben, nachdem man immer wieder gescheitert ist, kommt nun der nächste Anlauf, die Bauarbeiten an dem Pumpspeicherkraftwerk „Salto de Chira“ einstellen zu lassen. Bereits im vergangenen Jahr hatte das Bündnis versucht, mit dem Vorwurf, dass eine endemische Schneckenart durch die Bauarbeiten ausgelöscht werden könnte, die Bauarbeiten noch zu verhindern. Damals scheiterte man damit, jetzt versucht man es genau damit erneut. Diesmal beinhaltet die neue Forderung auch einen Bericht eines Spezialisten für Malakologie, der diese Petition unterstützt, zudem gibt es eine Geolokalisation, die aufzeigt, wo diese Schnecken genau leben.

Ansonsten sind die Argumente immer die gleichen. Laut dem Vorwurf habe Red Eléctrica de España (RRE) „das Vorhandensein dieser gefährdeten Schnecke in der Umweltverträglichkeitsprüfung des Projektes unterschlagen“. Die Schnecke wird nicht einmal in der Studie erwähnt. Das Bündnis beklagt, dass „die Auswirkungen weder bewertet wurden, noch Präventiv-, Korrektur- oder Ausgleichsmaßnahmen in den Plan für Umweltauswirkungen im Zusammenhang mit den Arbeiten aufgenommen wurden“.

Laut dem Bündnis, welches seit Jahren versucht, dieses Projekt zu verhindern, sind mindestens zwei Schneckenarten auf der Roten Liste der internationalen Union für Naturschutz (IUCN) aufgelistet. Es sind Monilearia arguineguinensis, die flache Schnecke von Arguineguín, und Monilearia pulverulenta, die als vom Aussterben bedroht eingestuft sind. Man behauptet, dass man mehrere Schnecken der Art Monilearia arguineguinensis in dem betreffenden Bereich lokalisiert habe, der für die Pipeline des entsalztem Meerwasser verwendet wird. Ein Bereich, der mehr oder weniger parallel an der GC-505 entlangläuft.

Laut der Roten Liste der IUCN ist das Verbreitungsgebiet dieser Schnecke auf 10 Quadratkilometer begrenzt, hauptsächlich zwischen 50 und 100 Höhenmeter über dem Meeresspiegel, an der Mündung der Arguineguín-Schlucht. Die Aktivisten behaupten jedoch, dass das Verbreitungsgebiet der Schnecke auf lediglich 2,21 Quadratkilometer geschätzt wird und dass die Population weniger als 250 Exemplare umfasst. Aus diesem Grunde müssten umgehend Schutzmaßnahmen für diese Schnecke eingeleitet werden. – TF

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