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ASCAV spricht sich für die Einführung einer Touristensteuer aus, aber…

Kanarische Inseln – In der Diskussion rund um eine Veränderung zum Tourismusmodell der Kanarischen Inseln wird auch immer wieder eine Touristensteuer ins Spiel gebracht, mittlerweile wird diese auch immer wieder als Ökosteuer bezeichnet. Nun hat sich der Verband der Ferienvermieter, ASCAV, ebenfalls für die Einführung einer solchen Sonderabgabe für Touristen ausgesprochen, und zwar unabhängig davon, in welcher Einrichtung (Hotels, Ferienhäuser, Apartments, Fincas usw.) der Tourist übernachtet. Vorausgesetzt, „der Erlös geht vollständig in die Förderung des öffentlichen Wohnungsbaus auf den Kanaren“.

ASCAV vertritt die Ansicht, dass die Einnahmen einer solchen Steuer „einzig und allein dafür verwendet werden sollten, den Zugang zu Wohnraum auf dem gesamten Archipel zu erleichtern, sei es durch die öffentliche Förderung für Wohnungsbau oder durch die Gewährleistung uns Garantien von Mietzahlungen an Vermieter“, heißt es in einer Erklärung von ASCAV.

Der Verband begründet seine Haltung auch damit, dass „die Besitzer von Ferienhäusern auf den Kanarischen Inseln auch auf den Inseln leben, und nicht auf dem Mars. Auch sie und ihre Familien oder Bekannten leiden wie der Rest der Bürger unter der Wohnungsproblematik“, so der Verband weiter. Als weiteren Grund gab der Verband an, dass der Tourismus „der gesamten kanarischen Gesellschaft auf echte und direkte Weise zugutekommt“, daher setzt man sich auch jetzt wieder für eine gesellschaftlich orientierte Lösung ein.

Der Verband wies auch darauf hin, dass man in Spanien als einzige autonome Region die lokale Mehrwertsteuer an die Regierung abführt, das war eine Maßnahme, die der Verband der Regierung selbst angeboten hatte. Immerhin muss somit jeder Vermieter 7 % IGIC abführen, dies entspricht einer jährlichen direkten Steuereinnahme von 140 Millionen Euro für die Kanaren. In einer internen Umfrage unter den Mitgliedern wurde ermittelt, dass 81,1 % aller Vermieter die Einführung einer Touristensteuer befürworten.

Der Verband hat sogar eine Schätzung für mögliche Einnahmen beigelegt. Sollte die Regierung eine minimale Abgabe von 0,50 Euro pro Urlauber und Nacht berechnen, dann wären dies rund 48 Millionen Euro für die Staatskasse, die dann jedes Jahr in den Wohnungsbau investiert werden kann. In vielen Regionen der Welt zahlen Touristen weit über 1 Euro pro Nacht als gesonderte Steuerabgabe. – TF

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