Kanarische Inseln – Der sechste Monat des Jahres 2026 bietet leider eine höhere Zahl an ertrunkenen Personen in den Gewässern der Kanarischen Inseln. Wie die Plattform „Canarias, 1500km de Costa“ mitteilt, sind im vergangenen Juni auf den Kanarischen Inseln sechs Menschen in den Gewässern ertrunken. Zudem gab es 14 weitere Badeunfälle auf den Inseln, davon waren eine Person in kritischem Zustand, 2 Verletzte schwer betroffen, 3 Betroffene mittelschwer, 2 leicht und 5 Rettungsaktionen gab es ohne Verletzungen.
Mit diesen neuen Daten ist die Gesamtzahl der auf den Kanaren ertrunkenen Menschen im Jahr 2026 auf 31 gestiegen. Dies entspricht einem Anstieg der Zahl bei den Todesfällen durch Ertrinken, verglichen mit dem gleichen Zeitraum 2025 von 15%. Die Gesamtzahl aller Wasserunfälle liegt demnach bei 97 (37 % mehr als 2025). Etwa 90 % aller Unfälle sind auf Unachtsamkeit zurückzuführen, beispielsweise durch ignorieren der roten Flagge.
Von den Menschen, die in diesem Zeitraum umkamen, waren 22 männlich und 9 weiblich. Der Bericht befasst sich auch mit Kinderunfällen. Zwischen Januar und Juni waren 14 Minderjährige in Gewässern der Kanarischen Inseln betroffen: Neben den drei Todesfällen wurden fünf schwer, zwei mittelschwer und zwei leicht verletzt; zwei blieben unverletzt.
Nach Inseln liegt Teneriffa bei den Todesfällen derzeit vorn, dort gab es im Jahr 2026 bisher 13 Todesfälle. Dann folgen Fuerteventura (6), Gran Canaria (5), El Hierro (3) und La Gomera sowie Lanzarote (je 2). La Palma und La Graciosa regstierten bisher KEINE Opfer. 15 der identifizierten Verstorbenen war Ausländer mit folgenden Nationalitäten: Deutschland (3), UK (2), die Vereinigten Staaten (1), Venezuela (1), Belgien (1), Norwegen (1), Italien (1) und die Niederlande (1). Drei der Opfer waren Spanier, während in 13 Fällen keine Angaben zum Herkunftsland vorlagen.
52 % aller tödlichen Unfälle ereigneten sich in den Nachmittags- und Abendstuden, 23 % in den Morgenstunden, 6 % in der Nacht, bei den fehlenden 19 % gab es keine Zeitangabe. 58 % aller Unfälle ereigneten sich direkt an den Stränden, 24 % in Hafengebieten, 8 % an den natürlichen Meerwasser-Seen und 10 % in Pools. Der größte Anteil an Unfällen eregnete sich bei schlechten Wasserbedingungen und als rote Flaggen gehisst waren und massive Wellen auf die Küsten prallten!
Die von „Canarias, 1500 Km de Costa“ erstellte Studie basiert auf Daten offizieller Notfall- und Sicherheitsbehörden, darunter 112 Canarias (Notrufzentrale der Kanarischen Inseln), die Guardia Civil, die Nationalpolizei, die Seenotrettung, lokale Polizeikräfte, Feuerwehren und der Katastrophenschutz. Die Initiative wird vom Inselrat von Gran Canaria, dem Elder Museum für Wissenschaft und Technologie, dem Ministerium für Territorialpolitik, territorialen Zusammenhalt und Wasser der Kanarischen Regierung, dem stellvertretenden Ministerium für Sport und Bewegung der Regionalregierung sowie in Zusammenarbeit mit Binter und den Abteilungen für Tourismus und Schifffahrt der Stadt Las Palmas de Gran Canaria durchgeführt.- TF
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