Santa Lucia de Tirajana – Auf der Kanareninsel Gran Canaria hat sich am Mittwochnachmittag ein folgenschwerer Verkehrsunfall ereignet. Ein 28-jähriger Motorradfahrer erlitt auf einer Landstraße in der Gemeinde Santa Lucía de Tirajana schwerste Verletzungen. Die Rettungskräfte waren im Großeinsatz, um das Leben des jungen Mannes zu retten.
Dramatischer Notruf von der Gebirgsstraße GC-65
Gegen 16:15 Uhr ging am Mittwochnachmittag ein dramatischer Notruf bei dem Notfall- und Sicherheitskoordinierungszentrum der Kanarischen Inseln (Cecoes 1-1-2) ein. Zeugen meldeten den schweren Sturz eines Motorradfahrers auf der Landstraße GC-65, nahe dem Kilometerstein 20. Diese anspruchsvolle und kurvenreiche Strecke verbindet den Südosten der Insel mit dem bergigen Landesinneren und erfordert höchste Konzentration (Quelle: Allgemeine topografische Streckendaten Gran Canaria).
Umgehend wurden umfangreiche Rettungsmaßnahmen eingeleitet. Als die ersten Krankenwagen des Kanarischen Rettungsdienstes (SUC) am Unfallort eintrafen, bestätigte sich die enorme Ernsthaftigkeit der Lage: Der 28-Jährige hatte durch die Wucht des Sturzes sogenannte schwere Polytraumen erlitten – also mehrere gleichzeitig zugefügte Verletzungen, die in ihrer Kombination potenziell lebensbedrohlich sind und eine sofortige, hochspezialisierte medizinische Intervention erfordern.
Rettungshubschrauber im Einsatz: Kampf gegen die Zeit
Die Sanitäter und Notärzte des Rettungsdienstes fokussierten sich zunächst auf die essenzielle Erstversorgung. Sie mussten den Patienten noch auf dem Asphalt stabilisieren. Aufgrund der massiven Verletzungen sowie der entlegenen geografischen Lage in der Gemeinde Santa Lucía de Tirajana wurde sofort ein medizinischer Rettungshubschrauber angefordert, um auf dem Weg in die Klinik keine wertvolle Zeit zu verlieren.
Um eine sichere Landung des Helikopters in dem unwegsamen Terrain zu gewährleisten, rückten Einsatzkräfte der örtlichen Feuerwehr (Consorcio de Emergencias de Gran Canaria) an. Sie sicherten die Landezone professionell ab und unterstützten das medizinische Team beim anschließenden Start. Der Schwerverletzte wurde auf dem schnellsten Luftweg in das Universitätskrankenhaus Insular in der Hauptstadt Las Palmas de Gran Canaria geflogen und dort umgehend in der Notaufnahme aufgenommen.
Unfallursache noch unklar: Polizei nimmt Ermittlungen auf
Während der laufenden Rettungsmaßnahmen und des komplexen Hubschraubereinsatzes übernahmen Beamte der Guardia Civil sowie der örtlichen Polizei (Policía Local) die weiträumige Absicherung der Unfallstelle. Sie regelten den Verkehr auf der blockierten Landstraße und stellten sicher, dass die Rettungskräfte absolut ungehindert arbeiten konnten.
Nach Abschluss der medizinischen Evakuierung haben die Behörden nun die offiziellen Ermittlungen aufgenommen. Bislang ist völlig unklar, wie es zu dem tragischen Sturz des jungen Fahrers kommen konnte. Die Spezialisten der Guardia Civil untersuchen aktuell den genauen Unfallhergang, um mögliche externe Faktoren oder technische Defekte als Ursache zu klären. Die Nachrichtenagentur Efe bestätigte den Vorfall und den Einsatzverlauf am späten Mittwochabend offiziell. – TF
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