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Endlich wieder frei: Aufatmen im Südosten Gran Canarias nach Wiedereröffnung der GC-550

Der Schaden durch Sturm Therese ist endlich behoben!

Lesedauer 3 Minuten

Agüimes – Nach monatelanger Sperrung ist die wichtige Inselverbindung im Südosten von Gran Canaria wieder für den Verkehr freigegeben. Ein gewaltiger Hangeinsturz durch Sturm Therese hatte umfangreiche Tiefbauarbeiten erforderlich gemacht. Für Anwohner und Pendler endet damit eine Geduldsprobe.

Monatelange Sperrung beendet: Freie Fahrt zwischen Agüimes und Santa Lucía

Die Hauptverkehrsstraße GC-550, die das Bergdorf Temisas in der Gemeinde Agüimes mit dem Kernort Santa Lucía de Tirajana verbindet, ist seit diesem Donnerstag wieder für den regulären Fahrzeugverkehr geöffnet. Das Cabildo de Gran Canaria hat den betroffenen Streckenabschnitt nach dem erfolgreichen Abschluss der aufwendigen Sanierungsarbeiten offiziell freigegeben.

Die Straße musste im vergangenen März voll gesperrt werden, nachdem schwere Unwetter im Zuge des Sturms „Therese“ erhebliche Schäden am Straßennetz hinterlassen hatten. Am Kilometerpunkt 7+800 war die bestehende Stützmauer unter dem Druck der Wassermassen kollabiert, was zum teilweisen Einsturz der Fahrbahn führte. Die Straßenverbindung gehört zu den insgesamt 22 Strecken des Inselstraßennetzes, die damals stark beschädigt wurden und die Inselverwaltung zu 18 Notfallmaßnahmen veranlassten, um die Verkehrssicherheit im Hinterland wiederherzustellen.

Ein-Millionen-Euro-Projekt: Massive Betonmauer sichert den Hang

Um die stark frequentierte Verkehrsader dauerhaft zu sichern, war ein beträchtlicher technischer Aufwand notwendig. Vor der Wiedereröffnung besichtigte der Inselrat für öffentliche Arbeiten und Infrastruktur, Augusto Hidalgo, gemeinsam mit dem Bürgermeister von Agüimes, Óscar Hernández, dem Gemeinderat für öffentliche Arbeiten, Rubén Romero, sowie dem ersten stellvertretenden Bürgermeister von Santa Lucía, Julio Ojeda, die fertiggestellte Baustelle.

Die Gesamtkosten für den Wiederaufbau des betroffenen Abschnitts belaufen sich auf rund eine Million Euro. Im Zuge der monatelangen Arbeiten mussten die Bautrupps tief in den Hang eingreifen:

  • Tiefengründung: Bis in eine Tiefe von fast acht Metern wurden Aushubarbeiten durchgeführt, um tragfähigen Felsboden für das Fundament zu erreichen.
  • Mauerbau: Auf diesem Fundament errichteten Spezialkräfte eine neue, 90 Meter lange und knapp acht Meter hohe Stützwand aus Stahlbeton.
  • Entwässerungssysteme: Integrierte Drainagekanäle sorgen künftig dafür, dass sich bei Starkregen kein gefährlicher Wasserdruck hinter der Wand aufbauen kann.
  • Fahrbahnerneuerung: Nach dem Verfüllen und Verdichten des Hanges wurde der Straßenabschnitt neu asphaltiert sowie mit modernen Leitplanken, Beschilderungen und Reflektoren ausgestattet.

Erleichterung bei Gemeinden und Anwohnern

Für die Bewohner der betroffenen Bergdörfer bedeutet die Freigabe der 18 Kilometer langen Verbindung eine erhebliche Erleichterung im Alltag. Sowohl die Vertretung der Inselregierung als auch die kommunalen Spitzen betonten die strategische Bedeutung der Route für den Pendlerverkehr und den lokalen Tourismus im Südosten Gran Canarias.

Nach Angaben der lokalen Behörden stellte der Einsturz bei Temisas eine der komplexesten Infrastrukturmaßnahmen der letzten Monate auf der Insel dar. Der technische Aufwand war enorm, um den betroffenen Abschnitt von Grund auf neu zu stabilisieren und zukunftssicher zu gestalten.

Verkehrseinschränkungen am Kilometer 3,9 bleiben vorerst bestehen

Auch wenn die direkte Verbindung zwischen Temisas und Santa Lucía nun wieder durchgängig befahrbar ist, sind die Arbeiten an der GC-550 noch nicht vollständig abgeschlossen. Am Kilometerpunkt 3,9 – etwas näher an Santa Lucía gelegen – laufen weiterhin Reparaturarbeiten an einer weiteren Hangrutschung.

An dieser Stelle muss der Verkehr derzeit jedoch nicht komplett gestoppt werden. Die Vor-Ort-Arbeiten werden bei laufendem Betrieb durchgeführt. Der Verkehr wird mittels einer mobilen Ampelanlage wechselseitig auf einer Fahrspur vorbeigeleitet. Die Inselverwaltung rechnet damit, dass auch dieser zweite Streckenabschnitt bis Mitte Oktober komplett fertiggestellt und uneingeschränkt nutzbar sein wird. – TF

Weitere Artikel zum Thema:
Nach Sturm Therese: Diese 6 Straßen auf Gran Canaria bleiben noch immer gesperrt, vom 06.06.2026

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